Aktion Buch der

 

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Thüringer Allgemeine vom 30.03.2002

 

Stadtwerker brachten Bücherkiste nach Aschara

 

ASCHARA. Gleich im Doppelpack stand Donnerstag im Kindergarten "Wasserfloh" der Osterhase vor der Tür. Schwer beladen, in Gestalt von Constanze Reppin und Enrico Weber. Prokuristin die eine, Kundenbetreuer der andere, vertraten sie die Stadtwerke Bad Langensalza GmbH. Chef Wilfried Burgardt steckte im Oster-Stau. Sie hatten einen Korb voller lila Schoko-Hasen, vor allem aber eine Bücherkiste dabei. Auch die Stadtwerke beteiligten sich an der Aktion Abenteuer Buch von TA und IHK.

War das eine Überraschung! Nicht nur für die Schulanfänger. Denn alles, was Beine hatte, traf sich in ihrem Gruppenraum unterm Dach. Josie befreite den Karton vom bunten Papier, Ann-Kathrin klappte den Deckel auf. Da kamen sie zum Vorschein: "Kinderreime", "Fünf kleine Teufel", "Die schönsten Märchen", und all die anderen über 30 Bücher. Beim Auspacken war den Gästen anzusehen - sie hatten daran ebenso viel Freude wie Vivian, Philipp, Dave oder Theresa. Schon griff Constanze Reppin zum Märchenbuch, lauschten Stefanie, Johanna, Lukas der Geschichte von der Bienenkönigin.

Ein fünfköpfiges Team betreut im "Wasserfloh" 45 Knirpse. Man arbeite nach lebensbezogenem Ansatz für ganzheitliche Entwicklung, habe erst kürzlich Kneippsche Güsse ins Programm genommen, sagte Chefin Anja Krause. Sie freute sich übers Sponsoring. In den Gruppen seien Bücher so angeordnet, dass auch die Kleinsten sie erreichen können. Und als sich die Schar mit Frühlingslied und "Hänschenklein" bedankte, sangen die Stadtwerker eifrig mit.

Ihr Unternehmen ist am Illeber Weg zu Hause. Als Energieversorgung Bad Langensalza GmbH im Oktober 1992 gegründet, entstand es damals als eines der ersten Querverbund-Unternehmen zur Energieversorgung in Thüringen. Wenn die Kurstädter, aber auch Bewohner ihrer Ortsteile wie Eckardtleben, Illeben oder Zimmern, am Lichtschalter drehen, die Flammen des Gasherdes entzünden oder die Heizung aufdrehen, sind die Stadtwerke im Spiel. Übers Jahr liefert der Betrieb an rund 10 000 Haushalte, an Gewerbe- und Industriefirmen 75 000 Megawattstunden Strom. Das geschieht über ein 170 Kilometer langes Leitungsnetz. Bis auf vier Prozent liegt es im Boden.

Etwa 3500 Kunden erhalten von den Stadtwerken ihr Erdgas über ein hundert Kilometer langes Rohrnetz. Zwei Heiz-Zentralen versorgen 2650 Wohnungen der Stadt mit Wärme. Das geschieht mit Hilfe zweier mit Erdgas betriebener Blockheizkraftwerke. Die erzeugen nicht nur Fernwärme, sondern auch 15 Prozent des Energiebedarfs der Stadt. Auch sie sind Ergebnis jener 17 Millionen Euro, die der Betrieb in den letzten zehn Jahren investierte. Derzeit wird für das Turmcenter am Lindenbühl die Strom- und Gasversorgung gebaut. Zur Erweiterung des Gewerbegebietes Nord werden derzeit 260 000 Euro aufgewandt. Vor allem aber verstehen sich die Stadtwerke als Dienstleister mit Contracting, Anlagenüberwachung, Energiecontrolling, unterhalten Wartungsservice und Strörungsdienst, Beratung. Zudem plant und liefert man Anlagen zur Energieversorgung.

Die ganze Arbeit erledigen übrigens 30 Mitarbeiter. Vier Lehrlinge erhalten dort eine qualifizierte Ausbildung. Und nicht zuletzt sichert das Unternehmen Arbeitsplätze in manchem Kleinbetrieb und - das Erwirtschaftete kommt den Bürgern der Stadt durch immer bessere Infra-Struktur zugute. Monika ZOLLVER

letzte Aktualisierung am: Montag, 14. März 2011