Die Kurstadt Bad Langensalza

Die Kurstadt Bad Langensalza ist die zweitgrößte Stadt im Unstrut–Hainich–Kreis und liegt an der Salza – einem kleinen Flüsschen, welches in die Unstrut mündet.

Gleichzeitig liegt Bad Langensalza im westlichen Bereich des Thüringer Kernlandes und am Rande des hoch interessanten Nationalparks Hainich.

Wer in entspannter Atmosphäre die individuellen Gärten und Parkanlagen der Stadt besucht, bemerkt sofort, dass besonders die Rosenzucht und deren Anbau bei uns auf eine lange Tradition zurück schaut. Über 100 Jahre Erfahrung auch im Gartenbau prägen das romantische Stadtbild.

 

Aufgrund seines einzigartigen Ambientes erhielt Bad Langensalza im Juli 2002 das Prädikat Rosenstadt.

 

Der Ortsteil Aschara ist 7,7 km von Bad Langensalza entfernt und zählt ca.450 Einwohner. Am 01.01.1994 wurde Aschara eingemeindet.

 

 

Sehenswürdigkeiten in Bad Langensalza

(Bilder können durch klick vergrößert werden)

Marktkirche

 

Die evangelische Kirche "St. Bonifacii" wurde Mitte des 13. bis Ende des 16. Jahrhunderts erbaut.

Sie ist in ihrer Form und Bauart einzigartig in Thüringen. Im Inneren tragen frühgotische Säulen des 14. Jahrhunderts den dreischiffigen Hallenbau. Die Kanzel im Mittelschiff ist ein Geschenk der Langensalzaer Familie Pfaff aus dem Jahr 1734. Die Sechseckform des Kanzelkorbes entwickelt sich aus den Verzierungen der Pfeilerbasis. Den Abschluß der Kanzel bildet der ebenfalls sechseckige Schalldeckel. Der schlichte Aufbau des Altars stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das Gemälde zeigt die Kreuzigung Christi und wird zeitlich um 1430 eingeordnet. Die Maßwerkfenster haben zum Teil eine farbige Verglasung aus dem 19. Jahrhundert. Altarraum und Nonnenempore besitzen eine Kassettendecke. Die Decke der Nonnenempore weist eine reiche Bemalung auf, die inschriftlich auf das Jahr 1519 datiert ist. Außerdem sind ihre Wände mit Malereien geschmückt, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstanden sein dürften. Das spitzbogige Westportal bildet den Haupteingang der Kirche. Es besteht aus Sandstein und zeigt das Gottesgericht. Das Nordportal wurde von der Parlerschule (Prag) gestaltet und stellt die Kreuzigungsszene dar. Die Portale, Figuren und Innenwände waren früher farbig gestaltet. Der Turm der Kirche ist ca. 77 m hoch. Von seiner Plattform hat man nach Osten eine Sicht bis zu 50 km. Das Bauwerk besteht aus Travertin und besitzt als Besonderheit eine Einzeiger - Uhr am Turm, die im Jahre 1612 eingebaut wurde .

Besichtigung

Absprache mit dem Pfarrer

Tel. (03 60 3) 84 61 77

Schloß Dryburg

Die Schloßburg ist das älteste erhaltene, komplett aus Stein gemauerte Wohngebäude der Stadt.
Sie war ab dem 12. Jahrhundert Sitz der Herren von Salza. Das im romanischem Baustil errichtete Schloß wurde im Laufe der Jahrhunderte verändert. Der Turm, der einst an der Nord-West-Ecke stand, fiel 1899 bei einem Brand den Flammen zum Opfer. Im Jahre 1927 ging das Bauwerk in das Eigentum der Stadt über und wurde nach den Kriegswirren 1949 als Stadtbibliothek eröffnet. Aus bautechnischen Gründen mußte das Gebäude geschlossen werden. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wird es heute zu Wohn- und Geschäftszwecken genutzt.

Augustinerkloster

Im Jahr 1280 stiftete Günther von Salza außerhalb der damaligen Stadt das Augustinerkloster.
Martin Luther besuchte am 29.Mai 1516 dieses Kloster, davon zeugt eine Gedenktafel über der Eingangstür. Nach der Säkularisierung 1539, wo die Mönche Kloster und Stadt verließen, diente die Kirche 18 Jahre lang als Stadt-kirche, da die frühere katholische Stiftskirche St. Stephanii für den protestantischen Gottesdienst geschlossen war. In den neuen Räumen des Klosters wurde eine lateinische Stadtschule eingerichtet. Der Turm des Klosters, gegenwärtig in die Häuserreihe der Brüdergasse eingebaut, stand an der Längsseite der ehemaligen Kirche, die 1711 einem großen Brand zum Opfer fiel. Dabei wurde die gotische Turmspitze so geschädigt, daß später die jetzige barocke Haube aufgesetzt werden mußte.
Der Raum mit dem Spitzbogenfenster an der Ostseite (beherbergt heute das Stadtmuseum), die Sakristei, ist noch original. Zu besichtigen sind die Überreste des Augustinerklosters vom Museum aus. Zum Verweilen laden der Innenhof und die Reste des gotischen Kreuzganges ein. Er kann auch für Veranstaltungen im Freien genutzt werden. Durch umfangreiche Sanierungsarbeiten wird es den Besuchern ermöglicht, auf den Kirchturm des Augustinerklosters zu steigen. Von dort aus hat man eine herrliche Aussicht auf die erhaltene Klosteranlage und den mittelalterlichen Stadtkern.

Rathaus

Das Rathaus wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt.
Es wurde in der Zeit von 1742 - 1752 in seiner heutigen Gestalt aus einheimischen Travertin im gleichen Grundriß wie die Gottesackerkirche erbaut. Vom ursprünglichem Fachwerkbau, der in den Kriegswirren 1346 und beim großen Stadtbrand 1711 niederbrannte, blieb wiederum nur der Turm erhalten, der in das neu errichtete Ensemble aus Travertinstein einbezogen wurde.
Im Erdgeschoß des damaligen Rathauses war Platz für 40 Fleischbänke. Fleischhändler, die finniges oder verdorbenes Fleisch zum Verkauf feilboten, wurden an der Westseite des Gebäudes, wo heute noch das in Travertin gehauenen "Finnmännchen" zu sehen ist, angeprangert.
Über dem Eingangsportal finden wir 2 Figuren, die Göttin der Gerechtigkeit und einen Friedensengel. Rechts neben dem Eingang sind die in Gold gefaßten Preußische Elle und der Preußische Fuß, die den Händlern als Maßeinheit dienten, angebracht.
Das an der Vorderseite zu betrachtende Glockenspiel, mit seinen 32 Glocken und einem Figurenumlauf, wurde im Jahre 1995 von Herrn Werner Tanhauer aus Hannoversch Munden als Schenkung an die Stadt übergeben. Jeweils um 12 Uhr und 18 Uhr kann man die umlaufenden Figuren, Trompeter, Hermann von Salza, Christoph Wilhelm Hufeland mit Patient und Friedrich Gottlieb Klopstock, begleitet durch eine von vierzehn Melodien, betrachten.

Heute ist das Rathaus Sitz der Stadtverwaltung.

 

Herkuleshaus

Im Stadtzentrum finden wir das höchste Fachwerkhaus aus dem Jahre 1688.
Durch seinen, in den Holzbalken geschnitzten Schriftzug "In Gottes Händen steht dieses Haus, heißt Herkules das Bild weist`s aus" macht es seinem Namen alle Ehre. An seiner rechten vorderen Ecke wird das Haus durch den aus Holz gefertigten griechischen Sagenheld Herkules, der einen Löwen erschlägt, gestützt. Das Alter dieser Skulptur ist unbekannt, sie wurde bei Aufräumungsarbeiten 1915 von französischen Kriegsgefangenen im Hinterhof entdeckt und später hier eingebaut.

 

Mehr Infos auf www.Bad-Langensalza.de