Berichte aus der Tageszeitung

 

 

Thüringer Allgemeine vom 29.09.2007

 

Inuma: Tausendmal Pflanzenschutz

 

ASCHARA. Die 1000. Spritze wurde gestern bei der Inuma-Fahrzeugservice übergeben. Die Belegschaft feierte, das Management blickte auf die Geschichte zurück und ist guter Dinge fürdie Zukunft. 1991 wurde die Inuma, was für Instandhaltung und Maschinen steht, gegründet. Gestern wurde beim "Spezialisten für Pflanzenschutztechnik" die 1000. Spritze übergeben, an die Agrargenossen- schaft in Abtsbessingen. Dass es nicht wieder 16 Jahre dauern soll, bis die 2000. Maschine in der Halle steht, das stand für die beiden Geschäftsführer, Matthes Lauenstein und Klaus Kliem, fest.
Hinter dem Optimismus stehen Zahlen: Im vorigen Jahr wurden 70 Spritzen verkauft, in diesem Jahr wird voraussichtlich die 100er-Marke geknackt, und für 2008 stehen 125 Spritzen als Planziel. Zwischen 30 000 und 100 000 Euro reicht die Spanne beim Verkaufspreis. Neben Ostdeutschland sind vor allem die Länder Osteuropas mit ihren großen und zusammenhängenden Flächen ein Markt für das Ascharaer Unternehmen. Mit der großen Baureihe, der "Marathon", ist man nicht umsonst Marktführer in Deutschland. Mit dieser Spritze kann auf einer Breite von 36 Meter gearbeitet werden, 9000 bis 14 000 Liter fasst dabei der Tank für den Pflanzenschutz.
Fünf bis zehn neue Leute könnten im nächsten Jahr einen festen Arbeitsvertrag bekommen, kündigte Lauenstein an. Zurückgreifen will das Management dabei auf Kollegen, die derzeit über eine Zeitarbeitsfirma angestellt sind. 68 Leute stehen mit Stand von gestern auf der Lohnliste, dazu kommen 13 Lehrlinge. Begonnen wurde 1991 mit 43 Beschäftigten, die, umgerechnet, 1,6 Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten. Voriges Jahr wurden bei dieser Position 6,4 Millionen Euro verbucht.
Ausdrücklich bedankte sich Lauenstein, der den Erfolg selbst "nur auf einem kleinen Stück" begleitet hat, bei den Mitarbeitern. Vor allem bei denen, die von Anfang an dem Unternehmen die Treue gehalten haben. Auf sie baut er auch, was den Erfolg in der Zukunft anbelangt. Matthias SCHENKE

 

Thüringer Allgemeine vom 31.03.2007

 

Großartiges für die eigene Zukunft geleistet

 

ASCHARA. Elf Schüler von der Regelschule Aschara hatten sich an der gemeinsamen Aktion "Leistung lohnt" der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt und der "Thüringer Allgemeine" beteiligt. Die besten von ihnen wurden gestern ausgezeichnet. Sie sind jung, sie haben Pläne und sie sind aufgewacht. Haben diese Lethargie, die in Faulheit endete, verlassen. Denn sie haben begriffen, dass nur sie allein das gestalten können, was auf sie kommt: ihre Zukunft. Teilweise um mehr als eine ganze Note haben sich Schüler der Regelschule Aschara seit September vergangenen Jahres verbessert. Sie hatten einen Durchschnitt, der schlechter als 3,5 war. Und nun bewegen sie sich im Zweierbereich - angespornt durch die Aktion "Leistung lohnt". Ihre Auszeichnungen erhielten Eva-Maria Steinau, Isabell Gläßner, Jaqueline Weneburg, Christian Braunschweig und Stefan Gutsche gestern von IHK-Vertreterin Birgit Streich. Diese Zertifikate können sie den Bewerbungen beilegen - schließlich verbessert dies den Eindruck der potenziellen Chefs über den Bewerber. Obwohl die Aktion vorbei ist, wollen die Jugendlichen weiter an ihrem Durchschnitt arbeiten und noch leistungsstärker werden. Anja DEROWSKI

 

Thüringer Allgemeine vom 21.02.2007

 

Arbeiten am Wir-Gefühl


BAD LANGENSALZA. Eine neue Leiterin hat seit wenigen Tagen die Friederikentherme in Bad Langensalza. Sandra Haun wechselte aus der Touristinformation in die Wellness- und Freizeiteinrichtung.Was Touristen wünschen, hat Sandra Haun von der Pieke auf gelernt. Die gebürtige Ascharaerin, die zunächst bei der Stadtverwaltung lernte, war über Jahre hinweg in der Touristinformation Ansprechpartnerin für die Gäste der Stadt.
Als das Angebot kam, die Therme zu leiten, zögerte die Betriebswirtin nicht lange. Inzwischen hat sie ihr neues Büro mit Blick auf das Außenbecken der Therme bezogen. Das entspannende Umfeld täuscht aber über eines nicht hinweg: Vor Sandra Haun liegen große Aufgaben. Denn die Tourismuslandschaft hat sich deutlich gewandelt. Die Ansprüche der Gäste steigen - und daran müssen die Angebote der Therme angepasst werden. Ein erster Schritt ist unter Kurdirektorin Dr. Bettina Aschenbrenner und Wolfgang K. Lutz, Geschäftsführer der Kurgesellschaft, bereits erfolgt. Nun soll Sandra Haun das Begonnene vorantreiben. Dazu gehören innerbetriebliche Veränderungen ebenso wie neue, auf die Gästewünsche abgestimmte Angebote.

Sandra Haun ist dabei vor allem eines wichtig: Sie will nicht im Alleingang Entscheidungen treffen, sondern gemeinsam mit den Thermenmitarbeitern ein "Wir-Gefühl" entwickeln, das bisher noch nicht besonders ausgeprägt gewesen sei. Für den Gast dürfe nicht erkennbar sein, dass es mehrere Abteilungen in der Therme gebe. Vielmehr müssen sich Einrichtung und Belegschaft als Ganzes präsentieren - mit einem Ziel: dem Wohl der Gäste. Die neue Chefin an Bord zweifelt nicht, dass das bald gelingt.

 

Thüringer Allgemeine vom 25.01.2007

 

Fette Zeilen für Jugendliche



Aschara (bm). Selbstständig machten sich vor wenigen Wochen sieben Jugendliche der Regelschule Aschara. Sie leiten die Schülerfirma Crazy Print SGmbH, die bald eine Zeitung herausgeben will. Stark gestiegen ist in den vergangenen Jahren die Anzahl der Schülerfirmen. Die Unternehmen werden von Jugendlichen gegründet, funktionieren wie richtige Betriebe, erwirtschaften aber keinen Gewinn. Sinn der Schülerfirmen ist, dass die Jugendlichen in der Praxis ausprobieren, was sie im "Wirtschaft und Recht"-Unterricht gelernt haben. Wer nicht aufpasst, geht pleite. Wer sich reinkniet, hat Erfolg.Erfolg wollen natürlich auch die sieben Jugendlichen aus Aschara haben. Unterstützt wurden sie bei der Gründung von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Drei Jahre lang, so das Konzept, soll die Firma mindestens bestehen. Für die Schüler bedeutet das, schon jetzt nach Nachwuchs zu suchen. Denn bereits im kommenden Schuljahr steht ein Generationswechsel an.
Auf Mitarbeiterwerbung sind sie bereits gegangen. Aber es gab auch eine große Umfrage. "Wie soll die Schülerzeitung heißen?", wollten sie herausfinden. Etliche Vorschläge gingen ein, wurden aber auch wieder verworfen. Nun steht fest: Die "Fette Zeile" soll alle zwei Monate erscheinen. An der Premierenausgabe wird derzeit gearbeitet. Spaß-Themen wie Horoskope, Rätsel und Comics sollen sich ebenso wiederfinden wie Dinge, die in der Schülerschaft diskutiert werden. Auch Konflikten wollen die Jungredakteure nicht aus dem Weg gehen. So thematisieren sie den Projekttag der Regelschule, der in Lützensömmern stattfinden soll. Davon sind nicht alle Schüler begeistert. Die Redakteure wollen nun Werbung machen für diesen Ausflug, den sie selber richtig gut finden.

Beim Erarbeiten der ersten "Fetten Zeile" merkten die sieben Schüler und ihre Betreuerin Heidi Ludewig allerdings, dass sie - wie jeder Firmengründer - doch ein wenig Hilfe brauchen. Wo finde ich Themen für die Zeitung? Was ist bei der Seitengestaltung zu beachten? Welche journalistischen Kniffe darf man anwenden, um an Informationen zu gelangen? Diese Fragen stellten die Jugendlichen gestern Nachmittag in der Lokalredaktion der "Thüringer Allgemeine" in Bad Langensalza. Bis zur Erstausgabe der "Fetten Zeile" werden sie noch weitere fachliche Hilfe bekommen. Das Zeitungmachen wollen sie aber ganz alleine lernen - durch Ausprobieren. Ein Firmenzimmer haben sie in ihrer Schule schon eingerichtet. Nun wird Technik angeschafft. Denn die Firma will mehr als nur Zeitungen füllen. Auch Jahrbücher, Visitenkarten und Handzettel sollen entstehen. Profitieren könnten davon auch die Partnerunternehmen, die die Regelschule bereits seit Jahren unterstützen.


 

Thüringer Allgemeine vom 08.11.2006

 

Leistung lohnt: Vorsprung durch Praktikum

ASCHARA. "Leistung lohnt". An diesem Wettbewerb von "Thüringer Allgemeine" und Industrie- und Handelskammer haben sich elf junge Damen und Herren der Regelschule Aschara beteiligt. Unter ihnen Daniel Kettner, der einen i-Pod-shuffle gewann. Ob Daniel Kettner (Foto) Erfolg im Wettbewerb "Leistung lohnt" hat, das steht noch nicht fest. Glück hatte der 16-Jährige aber schon: 20 originale i-Pod-shuffle wurden verlost, einen gewann Daniel. Der junge Mann, der gern am Computer sitzt, freute sich gestern bei der Preisübergabe. Lassen sich doch auf das Gerät 12 Stunden Musik oder 240 Lieder überspielen."Oder englische Texte zum Lernen", ergänzte Schulleiterin Karin Giese - und war da wieder beim Thema Leistung. Daniel nimmt nicht von ungefähr am Wettbewerb teil. Ein Durchschnitt in den Hauptfächern von bisher 3,8 und der Berufswunsch Kfz-Mechatroniker, das passt nicht zusammen. Das machten IHK-Regionalchefin Birgit Streich und Ausbildungsleiter Dietrich Hertam deutlich. Bessere Noten, das bedeute bessere Chancen, was Daniel freilich nicht neu war. Sein Ziel ist, den Durchschnitt bis zum Halbjahreszeugnis auf mindestens 3,4 zu verbessern - und er möchte zu den 30 Schülern gehören, die den größten Sprung nach vorn machen. Die werden nämlich vom Erfurter IHK-Chef, Gerald Grusser, in Obhut bei der Ausbildungsplatz-Suche genommen. Dass der 16-Jährige Reserven hat, das räumte er gestern frank und frei ein. "Ich bin einfach zu faul." In einem anderen Punkt hat Daniel einen Vorsprung: Er hat in seinem Wohnort Wiegleben bereits in einer Kfz-Werkstatt ein Praktikum absolviert - und von Firmenchef Enrico Werner viel Lob bekommen. In der achten Klasse, im "Probelauf" arbeitete der Schüler bei der Inuma-Fahrzeugtechnik. Dass man mit guten Leistungen im Praktikum schlechte Noten relativieren kann, bestätigte Hertam. Aber: "Zur Lehre gehört auch immer die Theorie." Der Ausbildungsleiter empfahl aus Erfahrung, sich nicht nur auf einen Beruf zu versteifen. Auch hier gebe es Hilfe von der Industrie- und Handelskammer.Dass die Schule Daniel und alle anderen beim Thema Ausbildung nicht hängen lasse, versicherte Frau Giese. Von einer sehr engagierten Beratungslehrerin, von Dagmar Tirsch, berichtete die Schulleiterin, ebenso von der guten Zusammenarbeit mit Industrie und Landwirtschaft in der Region, vor allem mit der Adib-Firmengruppe. Wie wichtig man die Sache an der Schule nimmt, das beweisen auch Zahlen. Elf junge Damen und Herren beteiligen sich an "Leistung lohnt". Im ganzen Unstrut-Hainich-Kreis sind es 95 an 15 Schulen.

 

Thüringer Allgemeine vom 12.09.2005

 

Gewerbefest in Aschara mit 58 Ausstellern

 

RUNDGANG: Geschäftsführer Jürgen Werner berichtete auf der Ascharaer Gewerbeschau über sein Unternehmen, das Baugeschäft Heinz Werner. TA-Foto: M. SCHENKE

ASCHARA. Rekorde vermeldet das Gewerbefest in Aschara. Zur elften Auflage am Wochenende waren 58 Aussteller gekommen. So viele wie noch nie. Zudem sponserten 17 Firmen aus der Region die Messe. Totgesagte leben einfach länger. Das gilt auch für das Ascharaer Gewerbefest. Das sagte zur Eröffnung der einzigen derartigen Messe in der Region Dr. Karl-Heinz Bodenstein von der das Fest organisierenden Arbeitsgemeinschaft. Mit 58 Austellern wurde eine neue Bestmarke gesetzt. Zudem unterstützten 17 Firmen die Messe. Willkommen waren zum ersten Mal auch Unternehmen, die nicht aus dem Bad Langensalzaer Süden und aus Tonna kommen. Neu dabei war beispielsweise der Nägelstedter Knut Seifert mit seiner Firma für Heizung und Sanitär. Platzhalter in diesem Gewerk war bisher die Harthauß GmbH aus Burgtonna. Wegen vieler Aufträge habe man aber in diesem Jahr keine Zeit gefunden, auf der Messe auszustellen, bedauerte Geschäftsführer Heiko Zinn. Den Platz habe er Seifert gern überlassen, und er hätte nichts einzuwenden, wenn der auch im nächsten Jahr wiederkäme. Überhaupt: Nur gemeinsam könnten die kleinen Firmen aus der Region den großen Paroli bieten, warb Zinn grundsätzlich für mehr Zusammenarbeit.Zusammen arbeiten auch seit mehreren Jahren das Baugeschäft Heinz Werner und die Firma Krause-Service aus Aschara, die an einem Gemeinschaftsstand ausstellten. Nichts Neues konnte Jürgen Werner vom Baugeschäft berichten, wie in den vergangenen sieben Jahren. Nichts Neues, das ist bemerkenswert. Denn es bedeutet beim Baugeschäft in der von Krisen in Mitleidenschaft gezogenen Branche, dass man nach wie vor 70 Beschäftigte hat - und für die genügend Arbeit. Bei Werner bis Anfang 2006. "Wir schaffen Neues", so hatte die Firma in diesem Jahr ihren Messestand überschrieben. Neues, das sind beispielsweise die Wohngebiete am Rosengarten und an der Ostsiedlung in Bad Langensalza, der Busbahnhof in Gräfentonna und die Bad Langensalzaer Umgehungsstraße. Hoffnung mache zudem die Submission für den neuen Magnoliengarten in der Kurstadt, schilderte Jürgen Werner. Traditionen werden aber auch gepflegt, und das ist bei Werner der Abriss. Kasernen in Kassel und Dortmund, das Sportgymnasium in Oberhof und Häuser in der Gothaer Altstadt zählte Bauleiter Ralf Werner auf. Hauptsächlich in Thüringen sucht die Firma ihre Aufträge, höchstens einmal im Jahr, zur Abwechslung, im Westen. Über den Winter werden die Leute nicht entlassen. "Aus moralischer Verpflichtung", sagte Jürgen Werner. Ein großer Teil sei seit 15 Jahren mit im Boot. Auf der anderen Seite stärke man bei den Mitarbeitern so die Motivation. "Die meisten sehen das so, einige allerdings muss man daran gelegentlich erinnern", berichtete Karsten Werner von seinen Erfahrungen als Chef.Bei vielen Aufträgen arbeitet die Firma Krause-Service als Subunternehmer für Werners. In guter Partnerschaft, sagte Marko Krause. Kleinere Sachen werden vom Sub erledigt, beispielweise Pflasterarbeiten. Von "Eckenkackern" sprach Krause, drückte das aber etwas derber aus. Auch wenn es beim Service-Unternehmen schon bessere Zeiten mit neun Beschäftigten gegeben habe, wollte er über die Lage nicht klagen. Sechs Leute gehören zur Firma, seit kurzem ein über 55-Jähriger. Nicht nur wegen der besonderen Förderung sei der eingestellt worden - ein Mann mit Erfahrung mache sich auf Baustellen ganz gut.Gut laufen nach der Umstrukturierung wieder die Geschäfte bei der Inuma Aschara, ein Unternehmen der Adib-Firmengruppe. Werkleiter Rainer Simon erläuterte den Besuchern den neuesten Auftrag: Ein 3-Seiten-Kippanhänger für die Gothaer Firma Schmitz. 150 bis 200 Stück will die Inuma im Jahr produzieren. Komplett, einzige Ausnahme: die Reifen. 500 000 Euro wurden investiert und die Mitarbeiter intensiv auf die neue Aufgabe vorbereitet. 20 Prozent der Aufträge machen die neuen Hänger aus. Schwerpunkt mit 80 Prozent bleibt aber die Technik für den Pflanzenschutz, schilderte Simon. Matthias SCHENKE

 

Thüringer Allgemeine vom 18.08.2005

 

Neues Konzept und weniger Routine

 

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Auch beim Gewerbefest in Aschara. Zum ersten Mal öffnen sich die Veranstalter in diesem Jahr auch Ausstellern, die nicht aus Bad Langensalzas Südgemeinden und Tonna kommen. Die elfte Auflage der Leistungsschau findet wieder am zweiten Septemberwochenende, also vom 9. bis 11., im Gewerbegebiet statt.

ASCHARA. Dass sich nach zehn Jahren eine gewisse Routine einschleicht, diese Erfahrung haben auch die Organisatoren der Gewerbeschau in Aschara gemacht. Ernsthaft habe man im vorigen Jahr überlegt, eine Pause einzulegen und die Veranstaltung nur noch alle zwei Jahre anzubieten. Das sagten Jürgen Werner und Jane Croll, bei denen die Fäden der Vorbereitung zusammenlaufen. Ganz vom Tisch sei die Idee noch nicht. In diesem Jahr werde sie allerdings noch nicht verwirklicht: Vom 9. bis zum 11. September wird wieder ins Gewerbegebiet eingeladen.Neu ist das Konzept. Nicht mehr ausschließlich Firmen aus Bad Langensalzas Süden und dem benachbarten Tonna haben das Vorrecht der Präsentation. Offen sind die Veranstalter auch für andere Firmen aus der Umgebung, die sich und ihre Erzeugnisse vorstellen wollen. Das habe auch damit zu tun, dass einige Stammgäste unter den Firmen in diesem Jahr aus verschiedenen Gründen nicht kommen können, begründete Werner. In seinem Baugeschäft (Tel. 03603/82 470) könnten interessierte Gewerbetreibende Einzelheiten zu den Modalitäten erfahren. Dass Aschara eine gute Adresse ist, das belegten Werner und Croll mit Erfahrungen aus den vergangenen Jahren. In dieser Form ist es die einzige Messe in der Region, die überlebt hat. Die Gäste haben freien Eintritt. Ausschließlich die Aussteller finanzieren die rund 10 000 Euro teure Ausstellung. Beim Programm wird darauf Wert gelegt, dass alle Altersgruppen sich wohl fühlen. Unter anderem Disko, Volksmusik, Tanzabend und jede Menge Belustigungen für die Kinder zählte Frau Croll für dieses Jahr auf. Für Händler und Unternehmer sei es eine gute Gelegenheit, mit den Kunden ins Gespräch zu kommen. Daraus entwickelten sich dann die Geschäfte. Manchmal direkt auf der Messe, öfter aber erst im Nachhinein. Matthias SCHENKE

 

 

Thüringer Allgemeine vom 17.08.2005

 

Von der Spinnerei bis zum Konzept

Ascharaer Dorfverein lockte Gäste aus nah und fern zu seinem Sommerfest

 

Egal ob unterm Pavillon, dem Schirm oder der wasserdichten Jacke: Der Regen konnte am Sonntagnachmittag in Aschara keinen vom Schunkeln und Mitklatschen abhaltem.

ASCHARA. (ak). Erstmals hatte der Dorfverein "Am Weißbach" zum Sommerfest auf die idyllische, von hohen Bä

men gesäumte Festwiese neben dem Bürgerhaus eingeladen. Jede Menge Platz für die Freilichtbühne, Tische und Bänke zum gemühtlichen Beisammensein gab es. Der war auch nötig, brachten doch neben "Dick und Durstig" aus Behringen die "Originellen Kastelruther Spatzen" aus Hohenebra das Publikum in Stimmung. Obwohl der Saal als Unterschlupf bei schlechtem Wetter zur Verfügung stand, hielten die Organisatoren bis zuletzt an der Open-Air-Variante fest - die richtige Entscheidung, wie Vereinsmittglied Volkmar Winter zufrieden feststellte. "Und das, obwohl wir Laien auf dem Gebiet einer solchen Veranstaltung waren."

Zwar wurde bereits in den Vorjahren jeden Sommer ein Fest auf die Beine gestellt, die Feiern blieben aber eher dorfintern. erstmalig wurde nun die Werbetrommel auch überregional gerührt. Entstanden sei die Idee Anfang des Jahres bei einer Bierrunde. Es folgten regelmäßige Treffen in Arbeitsgruppen. Stück für Stück wurde aus der anfänglichen "Spinnerei" ein solides Konzert. "Das funktioniert aber nur, weil hinter uns 10 Aktiven eine ganze Reihe von Helfern standen", sagte Gertraude Winter, eine der Hauptorganisatorinnen. So kümmerte sich der Feuerwehrverein um Sicherheit und ausreichend Parkplätze. Die Kirmesgesellschaft übernahm den Kartenverkauf. Hinzu kam die Unterstützung des Gewerbevereins, ortsansässiger Firmen und ein finanzieller Zuschuss der Stadt Bad Langensalza. Nicht zuletzt sorgten regionale Unternehmen dafür, dass vom Kuchen bis zur Tontechnik kein Wunsch offen blieb. Gerüstet mit soviel organisatorischen Talent, sehen die Aktiven des Ortsvereins bereits dem nächsten Höhepunkt entgegen: dem Gewerbefest am zweiten Septemberwochenende.

 

 

Thüringer Allgemeine vom 10.08.2005

 

Chance für junge Leute

 

ASCHARA. Seit elf Jahren gehört das Ausbilden künftiger Versicherungskaufleute im Finanz- und Versicherungskontor von Ingo Winterberg zum Alltag. Mit Blick auf die komplizierte Lehrstellensituation gab er in diesem Jahr gar zwei Lehrlingen eine Chance. Derzeit sind von seinen zehn Mitarbeitern vier "Azubis". In der Nähe von Bad Langensalzas Marktkirche und in Jena unterhält er seine Büros. Dort sind Klienten willkommen, die auf der Suche nach einer Baufinanzierung, nach der maßgeschneiderten Versicherung für sich oder ihr Geschäft sind oder aber ihr Erspartes sinnvoll anlegen wollen. Um die 3000 Kunden werden alles in allem betreut. Vor allem von jungen Leuten. "Weil ich eine politische Verantwortung hab, ist meine Maxime, jungen Leuten eine Chance zu geben", sagt Winterberg mit Blick auf ihre Ausbildung.Eine solche Chance gab´s dereinst auch für den jungen Geologen. Mit der DDR war auch ihr Bergbau zusammengebrochen. "Irgendwas muss man ja machen und Geld verdienen", blickt er zurück. Damals hatte er sich neu orientiert, seinen Abschluss zunächst als Versicherungskaufmann, dann als Finanzkaufmann gemacht. Vor 15 Jahren hatte er seine Firma gegründet, agierte als ihr einziger Mitarbeiter aus seinem Wohnzimmer-Büro. Heute läuft das Geschäft in zwei Büros. Das in Jena übrigens wird geleitet von einem einstigen Lehrling. Zehn Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende, kümmern um die Kunden.

"AZUBI"-NEST: Firmenchef und Lehrherr Ingo Winterberg mit seinen

Lehrlingen Florian Hoffmann (l.), Diana Lifferth und Rebecca Treyse.
"Ich lege großen Wert darauf, dass man diesen Beruf erlernt", sagt Ingo Winterberg. "Wenn auch der Verbraucher drauf achtet, bei Gelernten abzuschließen, gäbe es weniger Unzufriedenheit mit der gesamten Branche." Von den Bewerbern erwartet er das Abitur. Sie lernen bei ihm Versicherungsbedingungen und abstraktes Denken, machen dabei einen Abstecher ins Versicherungsvertragsgesetz und ins Bürgerliche Gesetzbuch. Sie verfolgen mit, wie an Ort und Stelle Schäden reguliert werden. Erhalten dabei ein Gefühl für Preise. Sie erleben, wie Verträge abgeschlossen werden, von der Aufnahme aller Fakten bis zur Ausfertigung der Police. Und sie lernen, was eine Aktie vom fest verzinslichen Wertpapier unterscheidet.

Im Berufsverband der Versicherungskaufleute engagiert sich Winterberg für die Gestaltung der Ausbildungsrichtlinien. Seine Vision ist, dass sein Beruf "eines Tages wie in Frankreich gleichgestellt wird dem des Anwalts oder des Notars." Habe einer ein Versicherungsproblem, müsse er zum Fachmann gehen. "Das vertrete ich gegenüber meinen Kunden. Dann muss ich aber auch ausbilden", sagt ihm die eigene Logik.

Freilich gehöre schon Idealismus dazu, sagt er. Doch: "Um so mehr Leute sich für eine solche Ausbildungsstelle entscheiden, um so mehr Stellen muss es geben." Und vielleicht empfinden seine Lehrlinge eines Tages wie er, der von sich sagt: "Ich bin mit Leib und Blut Versicherungskaufmann, sonst würde ich nicht täglich zwölf Stunden hier arbeiten."

Monika ZOLLVER

 

Thüringer Allgemeine vom 04.08.2005

 

Mehr Sicherheit für kleine Wasserflöhe

 

Danke: Ascharas Mädchen und Jungen waren gestern guter Dinge, als vor dem Kinder-

garten ein neuer Parkplatz und eine Haltbucht übergeben wurden.

ASCHARA (ske). Einfach war es nicht, geglückt ist es letztlich doch: Der Thepra-Kindergarten "Zum Wasserfloh" hat jetzt drei Parkplätze und eine Haltebucht, in der die Kleinen aus den Autos von Mutti und Vati sicher ein- und aussteigen können. 57 Mädchen und Jungen werden betreut, nicht nur aus Aschara, auch aus Illeben, Eckardtsleben, Henningsleben und Wiegleben. Und die können eben nicht zu Fuß kommen. Gestern wurde das 12 000-Euro-Projekt übergeben, mit einem netten Programm der Steppkes. Eigens für den Tag wurde dafür auch ein Lied komponiert. Der Klassiker vom "Wasserfloh" wurde deshalb freilich nicht vergessen. Dass es nicht einfach war, die Ascharaer zu überzeugen, für den Parkplatz zwei Bäume zu fällen, daran erinnerte Thepra-Geschäftsführer Falko Albrecht. Ein Gutachten habe aber gezeigt, dass die Linde krank gewesen sei. Zwölf neue Bäume werden in Herbst in der Gemarkung gepflanzt, 4500 Euro wird die Thepra dafür ausgeben. Verlassen könnten sich die Ascharaer darauf hundertprozentig.Mit einem Beschluss des Bad Langensalzaer Stadtrats wurden der Organisation im Übrigen jetzt Gebäude und Grundstück übertragen, was bei Projekten wie dem Parkplatz oder dem geplanten Ausbau eines Teils des Obergeschosses die Behördenwege vereinfache, erläuterte Albrecht. Dass gestern niemand vom Ascharaer Ortschaftsrat zur Einweihung gekommen war, das steckte der Geschäftsführer weg: "Sicher haben die Abgeordneten wichtigere Termine."

Thüringer Allgemeine vom 17.08.2005

 

Zu kurzfristige Einladung

 

ASCHARA (ske). Dass man am Kindergarten "Zum Wasserfloh" jetzt sicher aus dem Auto ein- und aussteigen kann, darüber freut sich auch der Ortschaftsrat. Für den bedauert Ingo Winterberg, dass keiner von diesem Gremium zur Eröffnung des Parkplatzes kommen konnte. Urlaub, Arbeit und die zu kurzfristige Einladung führte Winterberg als Gründe an. Er erinnerte aber daran, dass gerade der Ortschaftsrat das Vorhaben unterstützt habe. So sei von dort in einer eigens einberufenen Sitzung der Vorschlag gekommen, das Schicksal der Bäume am Kindergarten von einem Gutachten abhänig zu machen. Proteste der Ascharaer waren vorausgegangen. Doe wollten nicht einsehen, dass die Bäume für den Umbau gefällt werden mussten.

 

 

Thüringer Allgemeine vom 13.04.2005

 

60 Jahre Befreiung: Handwagen mit Notwendigem

 

Vor 60 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Ein TA-Leser aus Aschara erinnert sich an den Einmarsch der Amerikaner ins Dorf.

Von Gerhard Fleischhauer

 ASCHARA. An einem Aprilabend 1945 - es kann der 6., der 7. oder der 8. gewesen sein - hatte ich als siebenjähriger Junge den Auftrag, am Kirchenfenster aufzupassen, ob die Amerikaner kommen. Inzwischen packten meine Angehörigen im Hausflur einen Handwagen mit dem Notwendigsten. So, dass meine damals gerade sieben Wochen alte Cousine darauf noch einen Platz gefunden hätte.Die Amerikaner kamen an diesem Abend tatsächlich. Zunächst ein gepanzertes Fahrzeug, das aber aus Richtung Eckardtsleben nur bis zur Bergkuppe kam - und gleich wieder zurückfuhr. Das wiederholte sich mehrmals. Offensichtlich wurde Fühlung aufgenommen, ob in Aschara noch deutsches Militär stationiert ist. Soweit mir das heute in Erinnerung ist, war das zum Glück nicht der Fall. Was dann kam, das waren unendliche Fahrzeugkolonnen der Amerikaner, die tagelang durchs Dorf rollten. Mein Onkel befestigte eine Windel meiner Cousine am Hoftor. Am Tag darauf standen dann bei uns im Hof amerikanische Soldaten, ein Serbe und mein Onkel im Kreis. Sie diskutierten und polemisierten. Unter den Soldaten waren zwei aus deutscher Abstammung. Einer davon sprach ganz gut Deutsch. Ich erinnere mich, dass er sagte: "Wer sich mit Amerika in den Krieg begibt, der ist verloren!" Mein Onkel schien mit dieser Äußerung nicht so recht zufrieden zu sein. Denn er bekam einen hochroten Kopf und entgegnete sinngemäß, dass sich Russen und Deutsche schon zerfleischt hätten, alles andere sei nur noch Plänkelei. Auch der junge Amerikaner bekam einen roten Kopf und die Diskussion steigerte sich. Später gestand mein Onkel ein: "Ich glaube, damals habe ich Glück gehabt, dass die Amis mich nicht mitgenommen haben." Viele Bürger Ascharas wurden in der Brückenstraße einquartiert, nur frühmorgens und abends durften sie nach Hause, um das Vieh zu füttern. Wir konnten aber im Haus in einem Zimmer wohnen bleiben. Die Großmutter und ich hatten allerdings immer freien Umgang, sowohl im Haus als auch im Hof. Oft kochten sich die jungen Soldaten in der Küche etwas, Eier von uns waren da sehr gefragt. Die Großmutter versuchte aber, ihnen die Eier wieder wegzunehmen. Sie und ich bekamen dafür ein paar Tafeln Schokolade. Da strahlte natürlich nicht nur ich.Neben der Ascharaer Windmühle war eine Vierlingsflak aufgebaut. Einmal war ein Luftkampf zu sehen. Das deutsche Flugzeug brannte bereits. Die Soldaten verhielten sich sehr vorsichtig und gingen in Deckung. In unmittelbarer Nähe ist später nur eine Kampfhandlung bekannt geworden, und zwar auf den Fahnerschen Höhen. Hier mussten sieben junge Deutsche ihr Leben lassen, vermutlich hatte sie ein Fanatiker in den Kampf geschickt. Ein Gedenkstein erinnert heute noch an diesen Unsinn, der viel Leid in die Familien gebracht hat. An eine andere Begebenheit erinnere ich mich heute noch gut: Zwei Frauen mussten als Strafe die Ascharaer Hauptstraße kehren, von oben bis unten, ohne jede Pause. Ein amerikanischer Jeep fuhr Meter für Meter hinter den Frauen her. Die waren nah am Umfallen. Folgendes war vorausgegangen: Ein Ascharaerin wollte frühmorgens die Fensterläden öffnen, bei einem ging das allerdings nicht, ein Draht verhinderte es. Sie konnte nicht wissen, dass das ein Telefonkabel der Amerikaner war, was sie dann einfach durchtrennte.Wie man später erfuhr, wussten auch einige im Ort von Anfang an, dass die Amerikaner nicht lange bleiben würden und später die Russen nach Thüringen kommen. In den Zeitungen war davon nämlich nichts zu lesen. Die Informationen stammten von einem englischen Sender. Den abzuhören, das war bekanntlich damals streng verboten. Jeder behielt sein Wissen doch lieber für sich.

 

Thüringer Allgemeine vom 25.03.2005

 

Denkmal in Aschara für Kriegsopfer

 

DENKMAL: Volker Pöhler, Ingo Winterberg und Ortsteilbürgermeister Hans-Martin Rühl gestern im Dauerregen vor dem historischen Kriegerdenkmal in Aschara.TA-Foto: F. BÖRNER

ASCHARA (fb). Nach dem Gottesdienst am Karfreitag ist gestern feierlich der Wiederaufbau das Kriegerdenkmals begangen worden. Nahezu originalgetreu steht das vor drei Jahren abgebaute Sandsteinensemble wieder an seinem Platz vor der Kirche in Aschara. Hier war es am 11. Oktober 1920 im Gedenken an die Gefallenen des ersten Weltkrieges eingeweiht worden. Damals wie heute unter großen finanziellen Mühen der einheimischen Bevölkerung.Um das vor acht Jahren als baufällig eingestufte Denkmal retten zu können, hatte sich vor allem die Orts-CDU eingesetzt. Deren Ortsvereinsvorsitzender Ingo Winterberg erinnerte gestern daran. Unterstützt von der Stadtratsfraktion habe man 2000 Euro aus dem städtischen Haushalt bekommen. Fraktionschef Volker Pöhler besorgte 1500 Euro Landeszuschuss. Nochmals mehr als 1600 Euro kamen nach einer Spendenaktion in Aschara zusammen.Das Kriegerdenkmal nannte Winterberg gestern ein Mahnmal. Damit will man den Gefallenen und ihrer Familien gedenken, zugleich aber der Jugend die Schrecken des Krieges überliefern. Damit das nie wieder passiere. Im nächsten Restaurierungsabschnitt sollen die Tafeln mit den Namen der Gefallenen beider Weltkriege angebracht werden. Allein im II. Weltkrieg ließen 44 Ascharaer auf den Schlachtfeldern ihr Leben.

 

Thüringer Allgemeine vom 05.10.2004

 

Denkmal beim Steinmetz

 

ASCHARA (ske). Bis Ende November soll die Restaurierung des Kriegerdenkmals abgeschlossen sein. Ein Steinmetzbetrieb in Eisenach habe den Auftrag bekommen. Darüber informierte Ingo Winterberg, der Vorsitzende des Ascharaer Dorfvereins. Die Mitglieder haben sich dem Projekt angenommen. Eine Sammlung im Dorf brachte 2500 Euro an Spenden. Bei den acht aktiven Sammlern wollte sich Winterberg besonders bedanken. Darüber hinaus sei in den letzten Tagen ein Fördermittelbescheid des Landes über 1500 Euro eingegangen. Ex-Landtagsabgeordneter Volker Pöhler (CDU) habe sich dafür stark gemacht. Ein Zuschuss aus dem Bad Langensalzaer Haushalt sowie Eigenleistungen der Vereinsmitglieder runden die Finanzierung ab.

 

Thüringer Allgemeine vom 14.09.2004

 

Rübenmaus im Einsatz

 

WEISSES GOLD: Helmut Varsbotter präsentiert die großen Zuckerrüben des Ascharaer Ackers vor der neuen Euromaus. TA-Foto: A. ZIMMER

ASCHARA (ti). Seit 14 Tagen ist die neue "Euromaus" im Dienst der Verladegemeinschaft Wiegleben und ist seit dem Tag und Nacht im Einsatz, die Rüben von den Feldern in die wartenden Lkw zu verladen. 24 Stück sind es, die rund um die Uhr zwischen den Feldern und dem Zielort pendeln. Die ersten zwei Wochen gingen die Rüben nach Zeitz, jetzt 14 Tage lang nach Wabern bei Kassel. Dort wird aus den Rüben der süße Zucker gewonnen. Zwei Fahrer wechseln sich alle zwölf Stunden an der Maschine ab, um den ständigen Einsatz zu gewährleisten. Wenn die Maus einmal läuft, dann schafft sie etwa 500 Tonnen pro Stunde, so Fahrer Helmut Varsbotter. Den Ernteertrag schätzt er nicht ganz so hoch ein wie in vergangenen Jahren. Auf dem Feld bei Aschara seien die Rüben aber recht gut geworden. Genaueres könne man jedoch erst sagen, wenn die Ernte eingefahren ist.

 

 

Thüringer Allgemeine vom 14.09.2004

 

Sieger stehen fest

 

GEWINNER: Sie haben mit der liebevollen Gestaltung von Blumenkästen, Vorgärten und Innenhöfen zur Verschönerung des Stadtbildes beigetragen: die Sieger im diesjährigen Blumenschmuck-Wettbewerb der Stadt Bad Langensalza. TA-Foto: D. FRANK

Der Naturgarten des BUND bot für die Preisverleihung des diesjährigen städtischen Blumenschmuck-Wettbewerbs den passenden grünen Rahmen. Unter dem Motto "Unsere Stadt blüht auf" beteiligten sich 34 Teilnehmer, die damit auch einen Beitrag zur Goldmedaille der Stadt beim Bundeswettbewerb "Entente Florale 2004" leisteten. Für die Jury keine leichte Aufgabe, letztendlich konnten nur 15 Preise in den Kategorien Blumenkästen, Gestaltung mit Rosen, Vorgärten, Gesamtgestaltung und Innenhöfe vergeben werden. Unter Mitwirkung der Öffentlichkeit, die die Fotos der Bewerber-Objekte im Rathaus begutachten konnte, wurden dann die Preisträger ermittelt. Pressesprecherin Erika Gedrich übernahm in Vertretung die Auszeichnung und bedankte sich bei allen Beteiligten und bei den Sponsoren, mit deren Hilfe die Preise bereitgestellt werden konnten. 3 Preise gingen dabei in den Ortsteil Aschara: Den 1. Platz in der Kategorie "Gesamtgestaltung" erhielt Familie Güntek, in der Hauptstr. 1, den 2. Platz in der Kategorie "Innenhöfe" Familie Medenbach, in der Bahnhofstr.3 und den 3. Platz in der Kategorie "Gesamtgestaltung" Familie Bodenstein, in der Brückenstr. 13.

 

 

Thüringer Allgemeine vom 08.09.2004

 

Zum 10. Mal lockte Gewerbefest Jung und Alt ins kleine Aschara

Rundgang: Interessenten für seinen wandelbaren Kleintraktor fand Helmut Steuckardt. Wenn der Laubbläser zunächst nicht blasen wollte, war das wohl der Aufregung seines Besitzers geschuldet.                   TA-Foto: A.Zimmer

 

ASCHARA. Vor zehn Jahren trafen sich Firmenchefs aus Aschara in der "Wiese". "Wir wollten etwas machen für Kunden und fürs Territorium", blickte Gerd Leopold zurück. Jenseits kommerzieller Erwägungen hoben sie ein zweitägiges Fest mit Gewerbeschau aus der Taufe, finanziert von Firmen und Sponsoren. Am Wochenende wurde es mit vielen Gästen das zehnte Mal gefeiert. Zufriedene Mienen bei den Zehn von der Arbeitsgemeinschaft der Organisatoren. Zur Disko am Vorabend war das Festzelt aus allen Nähten geplatzt. Zudem hatten sie auch diesmal die fürs Fest nötigen 30 000 Euro aufgebracht. Darauf sei man ebenso stolz wie auf den Umstand, "dass es so etwas im Unstrut-Hainich-Kreis nicht noch einmal gibt". Das betonte Leopold vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft zur Eröffnung am Samstagmorgen. Vom "Dauerbrenner für Jung und Alt", sprach Gerrit Haase. Bad Langensalzas Bauamtschef vertrat den in Japan weilenden Bürgermeister. Trotz Denkmal-Festakts war auch Landrat Harald Zanker (SPD) vor Ort. "Als Signal", wolle er das verstanden wissen. "Zehn Jahre durchzuhalten" sei ein "Kraftakt". Schon übernahm Volkmar Winter die Führung zum obligaten Rundgang. 52 Firmen präsentierten sich, dazu Schule, Kindergarten, Kommunen, Vereine. Von der Fliese bis zum schmucken Bad zeigte der Fachgroßhandel Arnold und Holst sein Angebot. Wie laufen die Geschäfte? Lorena Arnold hob sie Schultern. "Wir sind Baunebengewerbe, was wollen sie da hören?" Und später: "Für die Leute hier ist das Bad ein Nutzraum". Leiser Optimismus dagegen bei Christian Krombholz vom Autohaus Glinicke: "Den wirtschaftlichen Umständen entsprechend, gut", seine Antwort. Als einer von sechs Fahrzeughändlern, präsentierte das Haus zwei neue Transporter und Modelle von VW und Audi. Doch nicht nur Autohäuser warteten mit Neuem auf. Vielmehr erläuterte am Stand der Stadtwerke Energiewirtschaftlerin Brigitte Schädler zwei mit Erdgas betriebene Fahrzeuge. Bei Beissel - Partner in Farben, Tapeten, Fußbodenbelägen wurden soeben Mitarbeiter in neuer Spachteltechnik geschult. Wenige Schritte weiter schlüpfte Volkmar Winter wieder in die Rolle des Firmenchefs. Er habe keine Probleme mit Aufträgen, man baue in der Umgebung im Jahr zwei Eigenheime, saniere, war zu hören. Und: "Die Gäste des Festes sind unsere Kunden." Ist er gezwungen, seine Mitarbeiter für zwei Wintermonate nach Hause zu schicken, gibt es für die 65 Mitarbeiter des Baugeschäfts Heinz Werner das ganze Jahr über zu tun. Die Auftragslage sei dieses Jahr erstaunlich gut, bilanzierte Geschäftsführer Jürgen Werner. "An der Unstrut ist Schluss", begrenzte Jürgen Winzer den Aktionsradius seines Dachdeckerbetriebes. Erstmals habe er dieses Jahr keinen Lehrling. "Die können mit SMS umgehen, aber in Mathe und Physik fehlt´s." Ähnliches war später auch in der "tralag"-Halle von Adib-Chef Dr. Klaus Kliem zu hören. Vor Ort - das Gros der elf Adib-Töchter von Fleischmarkt Aschara bis Metallbau Burgtonna. 57 Lehrlinge werden derzeit ausgebildet. Stopp vorm knapp drei Meter tiefen Becken. Auf dem hoch aufragenden Mast machten sich die Springer von Oliver´s Water Show bereit. Hatte Vertrags-Fee Gertraude Winter die Gruppe schon lange im Visier, war es ihr es zum Zehnten endlich gelungen, die Springer als d i e Attraktion unter Vertrag zu nehmen. Spannung bei Publikum wie Artisten, als einer aus 25 Metern Höhe den Sprung ins Bassin mit seinen nur sechs Metern Durchmessern wagte. Und rauschender Beifall, als der Mann wohlbehalten aus dem Becken stieg. Zwei Stunden waren seit dem Start des Rundganges wie im Fluge vergangen. Fast unbemerkt herrschte mittlerweile Trubel im Areal des Gewerbegebiets. Ein Zeichen dafür, dass auch die Jubiläums-Schau versprach, zum Magnet zu werden. Monika ZOLLVER

 

Thüringer Allgemeine vom 08.09.2004

 

Gewerbefest Aschara vom 10. bis 12. September


ASCHARA. Runden Geburtstag feiert das Gewerbefest in Aschara. Zum zehnten Mal wird am Samstag und am Sonntag in das kleine Gewerbegebiet eingeladen. Schon seit Jahren sind wir an denen dran - es war schier unmöglich, einen Termin auszumachen." Doch eben nur schier, denn Gertraude Winter hat´s geschafft: Der Pressesprecherin der Arbeitsgemeinschaft Werner, Leopold u.a. GbR, welche das 10. Gewerbefest in Aschara organisiert, ist der große Coup gelungen. Sie konnte "Olivers Water Show", eine sechsköpfige Akrobatengruppe aus der Schweiz, für mehrere Auftritte am Wochenende buchen. Am Samstag und Sonntag, jeweils um 11, 13, 15 und 17 Uhr, werden dem Publikum die spektakulären Darbietungen vorgeführt. Spektakulär? Wenn die Schweizer aus 25 Metern Höhe in ein drei Meter tiefes Becken springen, mitunter bis zu 90 Stundenkilometer schnell, dann kann man das durchaus als Spektakel bezeichnen. Doch das soll nicht das Einzige sein, was die Besucher erwartet. Am Freitagabend spielt die Partyrockband "swagger" ab 21 Uhr. Samstag um 10 Uhr wird das Fest offiziell eröffnet; bei einem Rundgang durch das Gelände im Gewerbegebiet stellen sich die rund 60 Firmen aus dem südlichen Bereich von Bad Langensalza dem Publikum vor. "Man könnte das Gewerbefest auch als Gewerbeschau im kleinen, aber bunten Rahmen bezeichnen. So eine Art ´Messe vor der Haustür´. Das ist eben eine familiäre Geschichte, denn die Kunden, die hier herkommen, kennen die Aussteller seit Jahren und fühlen sich gut aufgehoben", beurteilt Gertraude Winter das Klima der letzten neun Jahre auf dem Gewerbefest. Gut aufgehoben fühlt man sich als Besucher sicher auch, weil das Programm definitiv keine Langeweile aufkommen lässt. Die "Flori-&- Max-Show" aus Apolda schwingt am Samstag den Zauberstab, eine Spielgerätefirma aus Buttstädt ist mit einer zehn Meter langen und sechs Meter hohen Tigerrutsche anwesend, Hubschrauberrundflüge werden Samstag angeboten. Musikalische Lichtblicke gibt´s dank den "Angermusikanten", dem "Heuberger Gaudi-Express", "Claudia und Carmen" und "Marry´s Dance Band" an beiden Tagen. "Wir sind stolz darauf, dass uns unsere Gewerbetreibenden zu keiner Zeit allein gelassen haben. Sicherlich ist es für keinen in der heutigen Zeit leicht, für solche Veranstaltungen Gedanken frei zu haben oder Geld zu investieren." Der Geldbeutel der Gäste wird übrigens geschont, denn Aussteller und Sponsoren haben es ermöglicht, dass alle Besucher freien Eintritt zu den Tagesveranstaltungen genießen können. Nancy FISCHER

 

 

Thüringer Allgemeine vom 04.09.2004

 

Wasserschau mit Schweizer Akrobaten

 

ASCHARA(ske). Kinder, wie die Zeit vergeht: Das Gewerbefest feiert Jubiläum! Zum zehnten Mal laden die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Werner, Leopold und andere vom 10. bis 12. September auf das Gelände des Gewerbegebietes ein. Bewährtes und Neues wird es geben und, wie es sich für ein Jubiläum gehört, jede Menge Höhepunkte, kündigte Volkmar Winter vom Organisatorenteam in einem Gespräch mit dieser Zeitung an. Absoluter Knaller wird "Olivers Water-Show" sein. Die Akrobaten aus der Schweiz werden unterhalb der Tralag-Halle aus 25 Meter Höhe in ein Wasserbecken mit neun Meter Durchmesser und drei Meter Tiefe springen. Die Gruppe ist in der ganzen Welt unterwegs und war schon dreimal im ZDF-Fernsehgarten zu erleben. Winter verspricht hier "Aufsehen erregende Leistungen". Am Samstag 11, 13, 15 und 17 Uhr sind die Akrobaten zu sehen. Wer Interesse an einem Hubschrauber-Rundflug hat, der möge sich bitte bald in Aschara melden (Tel. 03603/82 530), da erfahrungsgemäß die Plätze sehr begehrt und schnell vergeben sind, bat Winter. Starten wird die Maschine am Samstag. Im Übrigen: Auch die Karten für den Gewerbeball sind unter der oben genannten Nummer erhältlich. Einzelheiten dazu und zum kompletten Programm sind einem Faltblatt zu entnehmen, das zum Fest herausgegeben wurde. Dass man in Aschara auf Traditionen Wert legt, belegt Winter damit, dass auch zur zehnten Auflage der Eintritt frei ist. Die 60 Aussteller ermöglichen das und die fünf Firmen, die ihr Gelände am Wochenende für das Fest wieder unentgeltlich zur Verfügung stellen. Neben Winters Firma sind das die Adib-Gruppe, Arnold und Holst, Beißel und Wennekamp.

 

Thüringer Allgemeine vom 11.08.2004

 

Bundespräsident: Patenschaft für siebtes Kind

 

FREUDE: Über Glückwünsche und Präsente zur Ehrenpatenschaft freuten sich gestern Sofie und ihre Mama sowie der Rest der Familie. Überbracht wurden sie vom Bürgermeister Bernhard Schönau und Birgit Schmidt vom Landratsamt. TA-Foto: M. STEINIG

ASCHARA. Bereits zum siebten Mal bekam Familie Walther im August vergangenen Jahres Besuch vom Klapperstorch. Mittlerweile ist die kleine Sofie fast ein Jahr alt und seit gestern das Ehrenpatenkind des Bundespräsidenten, Horst Köhler. Aufgeregt sitzen David (13), Saskia (8), Patrizia (6), Kevin (4), Sabrina (3) und Benjamin (2) im Wohnzimmer. Sofie, die Hauptperson, fühlt sich auf Mamas Arm sichtlich wohl. Alle haben sich schick gemacht und warten nun auf die Übergabe der Patenschaftsurkunde und der Geschenke. Mit der Ehrenpatenschaft haben sie schon Erfahrung. Bei dem zweijährigen Benjamin, das sechste Kind der Familie, übernahm der Thüringer Ministerpräsident die Patenschaft. Die offizielle Zeremonie fand damals im Bad Langensalzaer Rathaus statt.

Gestern kamen Bürgermeister Bernhard Schönau (FDP) und die persönliche Referentin von Landrat Harald Zanker (SPD), Birgit Schmidt, selbst bei den Walthers in Aschara vorbei, um die kleine Sofie in den Kreis der Ehrenpatenkinder des Bundespräsidenten aufzunehmen. Neben den Glückwünschen gab es eine Urkunde und einen Strauß Blumen. Ein Geschenkgutschein und eine kleine Unterstützung in Form von 500 Euro sorgten bei der Familie für besondere Freude. Bei ihrer derzeit sehr angespannten finanziellen Lage können sie das Geld gut gebrauchen, erzählt Frau Walther, die sich zurzeit im Erziehungsurlaub befindet.

Durch die Arbeitslosigkeit ihres Mannes sei das monatliche Einkommen sehr gering. Sie komme mit ihrer Familie gerade so über die Runden, berichtet sie weiter. Aber: Trotz vieler alltäglicher Schwierigkeiten und Probleme möchte Frau Walther keinen ihrer Sprösslinge missen. Für sie ist die Hauptsache, dass die Kinder sauber und satt sind. Weiterhin, so berichtet sie, seien Zuwendung und Aufmerksamkeit enorm wichtig. Gegen das Vorurteil, Familien mit vielen Kindern seien asozial, wehrt sie sich vehement. Es komme nicht auf die Kinderzahl, sondern auf die Einstellung der Eltern an, betont Frau Walther.

Bleibt zu hoffen, dass die Walthers trotz aller Schwierigkeiten weiterhin das turbulente Familienleben meistern können. Olivia SCHRUMPF

 

Thüringer Allgemeine vom 14.07.2004

 

Kinderparlament regiert bei den "Wasserflöhen"

 

GLÜCKWÜNSCHE: Soeben gewählt und mit Blumen gewürdigt- Lena, die erstmalige Vorsitzende des Kinderparlaments (mitte).

ASCHARA (uh). Und schon wieder ein Urnengang im Unstrut-Hainich Kreis. Nur waren die Wahlberechtigten gestern in der Thepra-Kindereinrichtung "Zum Wasserfloh" in Aschara alle Drei-Käse-Hochs.Mit großer Aufmerksamkeit ging es gestern zu, als Anja Krause, die Leiterin der Kindertagesstätte, ihre 4- bis 6-jährigen Steppkes in das Prozedere einer Abstimmung bis zur Wahl eines Kinderparlaments mit Vorsitz an der Spitze einweihte. Schließlich konnte die kleine Lena Winter die meisten Stimmen auf sich vereinen, die ihr mit Farbstift auf dem Stimmzettel gegeben wurden. Und wie bei den Großen gab es auch bei der Wahl in der Kindertagesstätte Wahlverweigerer. Denn Emmely meinte kategorisch: "Zum Wählen habe ich keine Lust." Für einen Monat bleibt Lena mit ihrem Vorstand, dem Johanna und Justin angehören, an der Spitze des Kinderparlamentes. Als ernsthafter Ansprechpartner für die Erzieherinnen und die Kinder mit ihren großen und kleinen Sorgen. Erste Amtshandlung von Lena Winter wird es sein, einer Mutti, die sich bei den "Wasserflöhen" umsehen möchte, zu erklären, was man in der Kindertagesstätte so alles erleben kann.Die Idee für das Kinderparlament holte sich Anja Krause aus der Fachliteratur. Und sie wurde schnell davon angesteckt. "Seine Meinung zu sagen, die Sicherheit erwerben, vor einer Gruppe oder auch allein mit den Erwachsenen zu reden, das kommt nicht von selbst. Es muss Gremien im Kindergarten geben, wo Kinder so etwas üben können. Die Kinder erfahren, dass nicht alle gleichzeitig reden können und dass das Mitdenken etwas bewirkt." Und was das Erzieherteam aus Aschara auch noch zu dieser Form ermuntert hat, ist die Erfahrung, dass Kinder mehr auf andere Kinder hören als auf Erwachsene.

 

Thüringer Allgemeine vom 26.03.2004

 

Grundschule Aschara renovierte Hausflur

 

BEGINN: Rita Pfützenreuter mit Grundschülern ihrer AG Zeichnen vor den ersten, im Treppenaufgang der Ascharaer Schule gemalten Tiere. Einiges an Arbeit wartet noch auf die fleißigen Maler TA-Foto: M. STEINIG.

ASCHARA (oh). Ein abgenutzter Schulflur, der mittlerweile zwanzig Jahre auf dem Buckel hat, brachte eine Welle der Eigeninitiative in der Grundschule von Aschara hervor. "Wir konnten es nicht mehr sehen", beklagte sich die Schulleiterin Bärbel Masurek. Da in diesen Zeiten auch im Bereich der Bildung staatliche Mittel äußerst knapp bemessen sind, musste man sich aus eigener Kraft helfen. Den Grundstein für die Renovierung des Schulflurs legte die Arbeitsgemeinschaft von Lehrerin Rita Pfützenreiter, die zusammen mit 15 Schülern nach der Unterrichtszeit etwas Farbe an die kahlen Wände brachte. Als Gestaltungsmittel wurden bunte Motive aus den Themenbereichen Natur, Urgeschichte, Technik und Märchen ausgewählt. Die Kinder übten sich an der Darstellung von Sonnenblumen, Marienkäfer oder Dinosaurier vorerst auf Zeichenpapier, ehe sie mit dem Bemalen der Wände begannen. Anschließend machte sich Hausmeister Günther Dietrich daran, grobe Beschädigungen, wie Löcher und Risse, neu zu verputzen. Der abschließende Teil der Arbeiten fand in den Winterferien statt, bei denen drei Lehrer, Siegrun Probst, Thomas Schröder und Rita Pfützenreuter, sowie zwei Eltern, Torsten Wronowski und Marko Krause, zwei Tage ihrer Freizeit opferten. Die Schulleiterin möchte sich recht herzlich bei den Helfern für ihr uneigennütziges Engagement bedanken, darunter auch die Firma Krause-Service aus Aschara, die das dringend benötigte Malergerüst kostenlos zur Verfügung stellte.

 

Thüringer Allgemeine vom 26.03.2004

 

Nach Brand: Mitgefühl für Franziska und Juliane

 

TROTZDEM GLÜCK GEHABT: Juliane (links) und Franziska Krebs vor ihrem Großvargulaer Wohnhaus. TA-Foto: M. STEINIG

SCHNELLE HILFE: Beim Fotografieren waren die Jungs der 8a schneller. Die Mädchen haben aber hinter den Kulissen viel getan Für einen guten Zweck, für Franziska und Juliane, haben aber alle etwas Wichtiges getan. TA-Fotos: M. STEINIG

ASCHARA. Dass der Feuerteufel auch im Unstrut-Hainich-Kreis immer wieder zuschlägt, kann man den Polizeiberichten in dieser Zeitung entnehmen. Doch wer kann schon immer ermessen, was ein solches Ereignis für die Betroffenen bedeutet. An der Regelschule in Aschara fackelten Schüler nicht lange, um ihrem Mitgefühl für eine Mitschülerin Ausdruck zu verleihen. So richtig begreifen können es Franziska (14) und Juliane (20) Krebs immer noch nicht, dass ihr gemeinsames Jugendzimmer im wahrsten Sinne des Wortes nur noch eine Räucherhöhle ist. Gemeinsam saß die Familie in der Kleinvargulaer Straße 125 in Großvargula am vergangenen Freitag beim Abendbrot. Da entfachte aller Wahrscheinlichkeit nach ein Kurzschluss im Computer einen Schwelbrand im Zimmer der beiden Mädchen. In Minutenschnelle waren Blauröcke am Einsatzort und die ganze Familie stand auf der Straße. Nicht lange war sie hier allein. Nachbarn brachten Tee und Kaffee. Andreas Müller, der Gastwirt der Dorfschenke, bot augenblicklich den Betroffenen seine Zimmer zum Übernachten an.Caroline und Stephanie, Freundinnen und einstige Klassenkameradinnen von Franziska, gehörten zu denen, die der Feuerwehr beim Löschen zuschauten. Und dann kam ihnen eine Idee. Bei den Eltern und dann am Montag in ihrer Klasse rannten sie damit offene Türen ein. Wie für die Opfer der Elbeflut organisierten die Jungen und Mädel der 8a von Klassenlehrerin Helgard Hasert einen Brötchenbasar. Die Leiterin der Regelschule spendierte die Brötchen, die die Jugendlichen liebevoll mit leckeren Dingen belegten, die sie mitgebracht hatten. Auf Handzetteln und per Mundpropaganda informierten sie die Mitschüler über den guten Zweck ihrer Aktion. Und die 8a hatte sich nicht getäuscht. In der Pause gingen die belegten Brötchen weg wie warme Semmeln. Insgesamt 70 Euro brachte der Brötchenverkauf ein. Eine Summe, die, da ist sich die Klassenlehrerin sicher, bestimmt von einigen Eltern aufgestockt wird. Mit einer schönen Karte wird die Spende heute an Franziska Krebs übergeben. Mehr als das Geld dürfte jedoch das Gefühl die Oberhand gewinnen, dass Franziska und ihre Familie Freunde und gute Nachbarn an der Seite hat. Ursula HOFFMANN

 

Thüringer Allgemeine vom 24.03.2004

 

Herausgeputzt zum Tanz in den Frühling

 

 Viel Mühe beim Basteln der Kostüme und jede Menge Lampenfieber dazu - das war bei den Steppkes des Therpra-Kindergartens "Zum Wasserfloh" in Aschara. TA-Foto: M. STEINIG

 

Thüringer Allgemeine vom 10.03.2004

 

Gebisskorrektur bei Zebra Damara

 

UNGEWÖHNLICHE PROZEDUR: Hilfe für die Zebradame Damara im Erfurter Zoopark.TA-Foto: M. MELCHER

ERFURT (mm). Schon vor Wochen fiel den Tierpflegern des Huftier-Revieres im Zoopark der Landeshauptstadt auf, dass die zehnjährige Zebrastute Damara Probleme beim Zerkleinern ihres Futters hatte. Zwar hat der Zoo einen Tierarzt, doch ihm fehlen teure Geräte zum Behandeln von kräftigen Pferdezähnen. Dietmar Geelhaar aus Aschara, Fachtierarzt für Pferde, ist hingegen spezialisiert auf die Behandlung großer Huftiere. Er machte sich kürzlich ans Werk, um Damaras Backenzähne zu korrigieren.
 

Da wilde Zebras ganz offensichtlich von Zahnbehandlungen nicht begeistert sind und gefährlich schlagen und beißen können, erhielt Damara zunächst von Zootierarzt Dietmar Kulka mittels Blasrohr eine Narkose. Danach wurde eine riesige Maulsperre eingesetzt und Dietmar Geelhaar konnte mit dem Abraspeln der scharfen Kanten des Treppengebisses beginnen.
Die Behandlung lief so gut, dass Damara durch das Einspritzen eines Gegenmittels bereits 25 Minuten nach Beginn der Narkose wieder munter durch das Gehege lief. Bei einem Besuch im Zoo auf dem Roten Berg in Erfurt könnte man Damara begegnen.

 

Thüringer Allgemeine vom 22.01.2004

 

Bauunternehmen Werner: Vorlauf im Auftragsbuch

 

SCHATZGRUBE: Carsten und Jürgen Werner nutzen ihre Lagermöglichkeiten, aus Abriss oder dem Angebot von Kunden stammenden historischen Schätzen neues Leben durch Reparatur einzuhauchen und Interessierten zu verkaufen. TA-Foto: M. STEINIG

ASCHARA. An der Holzmann-Pleite hatte auch das Ascharaer Bauunternehmen Heinz Werner zu kauen. Die vergangenen beiden Jahre brauchte man, um die Geschäfte in ruhiges Fahrwasser zu bekommen.
"Aufträge und Erlöse reichten, um über die Runden zu kommen", schilderte Geschäftsführer Jürgen Werner

in einem Gespräch mit dieser Zeitung. Schwer sei es bei der allgemeinen Flaute in der Baubranche gewesen, überhaupt Zuschläge zu bekommen. Denn auch um die kleinen Aufträge hätten sich die Großen des Gewerbes gerissen. Für die simplen Pflasterarbeiten an der Dachwiger Feuerwache habe es 31 Mitbewerber gegeben, nannte Werner ein Beispiel. Für ordentlich Geld in der Kasse habe Borbet mit seinem Neubau des Leichtmetallräderwerkes in Bad Langensalzaer Norden gesorgt - und für den größten Scheck in der Firmengeschichte: 300 000 Euro für einen Teil des Auftrages. Kurzum: "Zeigen durften wir in diesen beiden Jahren, was wir können." Der Name Heinz Werner sei somit immer im Gespräch geblieben. Und man habe die Arbeitsplätze gesichert. 65 Leute stehen nach wie vor auf der Lohnliste, deren größtes Plus ihre Flexibilität ist.
Optimistisch ist Jürgen Werner, dass das Bauunternehmen ab diesem Jahr wieder Gewinn einfährt. Geplant sei, wieder in Größenordnungen zu investieren. 400 000 Euro im Jahr nannte Werner hier, um bei der Technik auf dem Laufenden zu bleiben. Eine Größenordnung, die in guten Jahren eine Richtschnur gewesen sei. "Die Auftragsbücher machen Hoffnung", meinte Werner. Als Subunternehmer habe man den Zuschlag für Arbeiten an den Klärwerken in Mühlhausen und Treffurt bekommen, im Umfang von 1,2 Millionen Euro. Dazu kämen 600 000 Euro für Sanierungsarbeiten am Eisenacher Krankenhaus und der Auftrag für den Sinter-Metals-Neubau am Bad Langensalzaer Fliegerhorst. Fortgesetzt werden zudem die Arbeiten an der Alleestraße in Bad Langensalza, was in der Summe zu einem großen und in den Vorjahren nicht erlebten Vorlauf führe. Parallel dazu stabilisiere sich auch die Auftragslage beim Abriss und der Vermarktung des Ascharaer Recyclingparkes.
In diesem Zusammenhang nannte Jürgen Werner ein völlig neues Geschäftsfeld: die Vermarktung historischer Baustoffe. Türen, Fenster, Steine und Parkett biete man mittlerweile an. Zum größten Teil aus der Verwertung eigner Abrissbaustellen. "Ein Geschäft, das im Kommen ist." Eine wachsende Nachfrage beweise das, aus dem In- und aus dem Ausland. Nach Hamburg und Wien hätten sich schon stabile Beziehungen aufgebaut, zum Teil über das Internet. Mit der Aufarbeitung der Materialien sorge das Unternehmen für Arbeit im Winter. "Noch ein Stück flexibler müssen unsere Mitarbeiter werden", räumte Werner ein. Sorgen mache er sich aber nicht. "Gute Leute, gute Technik, gute Arbeit - unser Firmenslogan kommt nicht von ungefähr." Matthias SCHENKE

 

Thüringer Allgemeine vom 09.01.2004

 

Eine Fusion unter Spezialisten

 

ASCHARA (ske). Zwei in ihren Branchen führende Unternehmen haben sich zusammengeschlossen: Aus den Firmen Grasdorf, Spezialist für Räder und Felgen, und Agrartechnik Wennekamp als der große Reifenlieferant für Landwirtschaft und Baumaschinen wurde zum 1. Januar die Grasdorf-Wennekamp GmbH. Reifen und Räder in Premium-Qualität werden im Untertitel versprochen. Sitz ist in Holle bei Hildesheim, geliefert wird europaweit. Die bisherigen Eigentümer, Bernd Pyritz und Heinz Wennekamp, sind jetzt Geschäftsführer. Darüber informierte in einem Pressegespräch Dr. Michael Weißbach. Der ist Betriebsleiter im Lager Aschara. Dort, wo Wennekamp seit 1992 seine Zentrale und das Auslieferungslager hatte. Kontakte beider Firmenchefs habe es schon lange gegeben, berichtete Weißbach. Die Verbindung zwischen Reifen und Räder habe auf der Hand gelegen, um die viel zitierten Synergieeffekte für einen Wachstumskurs zu nutzen. Halbe Sachen sollten aber nicht gemacht werden, so dass es zur "Fusion unter Spezialisten" gekommen sei. Man könne so auch wesentlich stärker gegenüber den Lieferanten auftreten. Mit 30 000 Räder und 50 000 Reifen beschrieb Weißbach die bisherigen Jahresmengen im Verkauf. Alle 180 Beschäftigte seien übernommen worden, also auch die 20 Mitarbeiter und drei Lehrlinge in Aschara, berichtete der Betriebsleiter. Mit dem Zusammenschluss könne den Kunden noch mehr Fachkompetenz geboten werden. Die gehe weit über das bei Großhändlern sonst Übliche hinaus. Eigene Montagedienste, geschulte Mitarbeiter, ein zwölf Leute starker Außendienst, 24-Stunden-Lieferung in Deutschland und Wochenend-Notdienste in den Stoßzeiten der Landwirtschaft nannte Weißbach als Beispiele. Werben kann und will Grasdorf-Wennekamp auch künftig mit unabhängig geprüfter Qualität durch Institute und Gesellschaften. Und man werde den Kontakt zu wissenschaftlichen Einrichtungen nicht abreißen lassen, sagte Weißbach. Die Uni Kiel und die Fachhochschule Soest führte er an. Beste Voraussetzungen eben für diese Beziehungen bringt der neue Betriebsleiter mit. Der 36-Jährige war bisher an der Universität in Kiel in der Forschung tätig und hat zum Thema Reifen promoviert. Weißbach stammt aus Chemnitz und hat in Halle an der Saale studiert.

 

Thüringer Allgemeine vom 04.11.2003

 

Mit großem Humpen und kräftigem Salut


ASCHARA (az). Unverkennbar präsentierten sich dieses Wochenende wieder die 17 Kirmesburschen mit der roten Rose am Revers ihrer Anzüge. Aber auch ihre 17 Mädel konnten sich sehen lassen in ihrer Festtagskleidung. Ascharas Kirmesgesellschaft hatte die Kirmes mit einem Gottesdienst in der St.-Petri-Kirche, einer Kranzniederlegung vor dem Ehrenmal und den Salutschüssen der Schützen des Ortes vor dem Gotteshaus eingeläutet. Richtig ab ging die Post dann in den Abendstunden des Freitags mit dem Anblasen der Kirmes vor Gasthaus "Zum Anker" durch den Heuberger Gaudi-Express. Im Gastraum dagegen war ein guter Zug gefragt, denn der riesige Humpen fasst immerhin drei Liter Bier. Immer wieder machte er die Runde. Tags darauf zogen die Kirmesburschen und -mädchen von Haus zu Haus und brachten jeder Familie das traditionelle Ständchen dar. Und auch das Tanzbein wurde kräftig geschwungen.

 

Thüringer Allgemeine vom 19.09.2003

 

Anni Götzl hat Ascharaer Chronik geschrieben

 

GELUNGEN: Mit Recht stolz auf ihr Buch von Aschara ist Anni Götzl. Nach intensiver Forschungsarbeit entstand eine lesenswerte Chronik. Ortsbürgermeister Hans-Martin Rühl und Layouter Jörg Medenbach (links) freuen sich mit. TA-Foto: M. STEINIG

ASCHARA. Seit 1992 hat Anni Götzl an der Ascharaer Chronik gearbeitet. Am Mittwochabend stellten die Autorin, Ortsbürgermeister Hans-Martin Rühl und Jörg Medenbach, der sich um das Layout gekümmert hat, das fertige Buch der Presse vor. Von einer recht aufwendigen Arbeit berichtete Anni Götzl - die ihr aber immer Spaß gemacht habe und ihr nie lästig geworden sei. Viel Verständnis habe auch ihre Familie gezeigt. "Besonders, als der Druck vorbereitet wurde, sich Papier und Bilder in der Wohnung stapelten und wir kaum noch treten konnten." Umfangreich recherchiert hat die Autorin im Gothaer Staatsarchiv. "An manchen Tagen habe ich dort in den Büchern einen Satz über Aschara gefunden", schilderte sie die Mühen. An anderen waren es gleich 30 Seiten. Im Dorf selbst ist aus früheren Zeiten nicht viel überliefert. Bei einem Brand 1700 sei alles vernichtet worden. Spärlich waren zudem die Hinweise auf das Dorf in der Trübenbachschen Chronik. Und erst kurz vor Redaktionsschluss habe der neue Pfarrer die Kirchenbücher zur Verfügung gestellt. Vorher sei von deren Existenz nichts bekannt gewesen. Die Chronik beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes 775 und endet mit dem Schneechaos Silvester 2001.Auffallend bei ihren Recherchen sei gewesen, "dass Aschara immer dem Neuen aufgeschlossen war". Kanalisation und Bürgersteige wurden gebaut, als andere Dörfer daran noch nicht dachten. Schon 1839 zeigte sich Aschara weltoffen, als die Tore zum Ort offen blieben. "Fortschrittlich waren wir auch zu DDR-Zeiten", erinnerte Anni Götzl an die vorbildliche LPG. Eine Stagnation habe es erst nach der Wende gegeben, als die Pläne für Altenheim und Wohngebiet nicht zu Stande kamen. Bedanken wollte sich die 68-Jährige bei allen, die ihr geholfen haben. Ex-Bürgermeisterin Margit Bärwolff, bei Ex-Kollegen Ronald Bellstedt vom Naturkundemuseum Gotha für die Luftbildaufnahmen, bei Hartwig Rühl und Heike Heinrich, die das Manuskript abgeschrieben hat. In Aschara habe es nämlich nicht wie in anderen Orten Hilfe über ABM gegeben. Vorstellen kann sich Anni Götzl auch eine Fortsetzung. Mit bildlichen Gegenüberstellungen der letzten 50 Jahre, mit Geschichten zu den Ascharaer Originalen, mit Ergänzungen und Berichtigungen zur Chronik. Scheuen sollte sich die Leute nicht, auf Fehler hinzuweisen, bat Frau Götzl. Ob Autorin oder nicht: Angst vor Langeweile habe sie nicht. Chor, das Orgelspiel, Jagdgenossenschaft, das Sammeln von Zeitungsausschnitten über das Dorf - manche Tage haben da einfach zu wenig Stunden. Matthias SCHENKE
 

Thüringer Allgemeine vom 15.09.2003

 

Ascharas Gewerbegebiet war Schauplatz für 9. Gewerbefest

Neuheit: Mit seinen 24 PS und dem Allradgetriebe zeigt sich dieses Geländefahrzeug als Alleskönner. Beim Rundgang durch Ascharas Gewerbeschau erläuterte Sebastian Steuckart seine Vorzüge. Es kann als Zugmaschine auf dem Feld und im Stall ebenso eingesetzt werden wie beim Jagen oder auf Baustellen. TA-Foto: A. Zimmer

 

ASCHARA. Wo im Festzelt noch am Vorabend mehr als 700 Gäste mit "swagger" Party feierten, wurde Samstag in Aschara das nunmehr neunte Gewerbefest eröffnet. "Das sind neun Jahre Tradition beim Zusammenhalt von Freiwilligen, die mit diesem Fest ein Dankeschön an ihre Kunden organisieren", fasste Gerd Leopold die Geschichte der Organisatoren-AG und den Sinn des Festes in einem Satz zusammen. Dafür zollte Landrat Harald Zanker (SPD) "Respekt und Anerkennung". Wie er wollten sich auch Bürgermeister Bernhard Schönau (FDP), MdL Volker Pöhler (CDU) oder Thüringens Bauernpräsident Dr. Klaus Kliem die Gewerbeschau nicht entgehen lassen. Immerhin vereine sie diesmal 72 Firmen als Aussteller und Sponsoren, darunter auch sechs Vereine aus Aschara und Umgebung, so Gertraude Winter von der neun Mitstreiter umfassenden Arbeitsgemeinschaft. Geführt von Ehemann Volkmar ging´s auf Tour durch das zur Ausstellungsfläche umfunktionierte Gewerbegebiet. Duschbecken, Sanitärkeramik, Armaturen bietet der Sanitärgroßhandel Arnold und Holst. "Das Gros der Kunden habe seine Baustellen ´drüben´ und kaufe dort ein", empfindet Geschäftsführerin Lorena Arnold die Geschäftslage "nicht so großartig." Ähnlich sieht´s auch Gärtnermeister Bernd Heyer inmitten eines Meers aus Alpenveilchen. Die Firma Beissel habe aus Kostengründen in Naumburg zentralisiert, sei vor Ort noch mit begrenztem Angebot an Farben, Tapeten, Bodenbelägen vertreten, erläuterte Niederlassungschef Frank Wilhelm. Wesentlich erfolgreicher präsentierte sich die Baubranche. "Wir hatten ein gutes Jahr", sagte Volkmar Winter. Besonders stolz ist der Firmenchef, dass unter seinen 13 Mitarbeitern zwei Lehrlinge sind. Dachdeckermeister Jürgen Winzer arbeitet derzeit an der Hufelandklinik. Er spricht von "guten Aufträgen, aber auch großen Außenständen". Einer von sechs Auto-Ausstellern ist das Autohaus Salza. Im Jahr der Behinderten setze man auf Autos mit Automatik, verweist Jürgen Stübe auf den neuen Ford Focus C-Max und auf einen Marktanteil der Rößler-Gruppe von 24,3 Prozent im Altkreis. Vor und in der Tralag-Werkstatt dagegen präsentierten sich mit Ascharas Pflanzenschutztechnik, Metallbau- und Handels GmbH, Fleischmarkt oder Software-Projektierung etliche der elf "Adib"-Töchter. Sie dürften die meisten Arbeitsplätze in der Region bieten. Monika ZOLLVER
 

 

Thüringer Allgemeine vom 26.06.2003

 

BLEIBEND: Die Geschäftsführer der Adib-Gruppe, Dr. Karl-Heinz Bodenstein (links) und Dr. Klaus Kliem (rechts), überreichtern Bürgermeister Bernhard Schönau die herrlichen Containerrosen vom Brunnenfestwagen ihres Betriebes. TA-Foto: M. STEINIG

Umzugsrosen für Pergola am Lindenbühl
 

BAD LANGENSALZA (ske). Am sonntäglichen Brunnenfestumzug gab es für Bürgermeister Bernhard Schönau (FDP) nichts auszusetzen. Das war ihm anzusehen - und das bestätigte er auch in einem Gespräch mit dieser Zeitung. Durch die Bank bekamen alle 64 Bilder ein Lob vom Stadtoberhaupt, das vom Einfallsreichtum und der gelungenen Umsetzung der Ideen gleichermaßen beeindruckt war.Empfehlen zur Nachahmung wollte Schönau den Rosenwagen der Adib-Firmengruppe. Nicht nur wegen der Schönheit, sondern vor allem wegen der Wirtschaftlichkeit. In Absprache mit der Verwaltung hatten sich die Adib-Chefs, Dr. Karl-Heinz Bodenstein und Dr. Klaus Kliem, für Containerrosen als Schmuck und so für Bleibendes entschieden. Mit den Kletterrosen vom Wagen könne jetzt die Pergola am Lindenbühl verschönert werden. Das nannte Schönau als konkretes Beispiel.

 

Thüringer Allgemeine vom 16.06.2003

 

Landwirtschaftsgesellschaft feierte mit Verpächtern

 

MODERNE TECHNIK: Viel Interesse zeigten die Besucher auf dem Gelände der Aschara Landwirtschaftsgesellschaft auch an den Fahrzeugen und Maschinen des Unternehmens. TA-Foto: A. ZIMMER

HENNINGSLEBEN. Gutes vom Land aus einer Hand. Damit wirbt die Adib-Gruppe für ihre Produkte. Und davon konnten sich die vielen Besucher am Samstag zum Landwirtschaftsfest auf dem Gelände der Aschara Landwirtschafts-GmbH in Henningsleben überzeugen.Eingeladen waren wieder die mehr als 1000 Landverpächter, 360 heutige und 300 ehemalige Beschäftigte der Adib-Gruppe. Überzeugen konnten die sich von der Leistungsfähigkeit der Landwirtschaftsgesellschaft. Die ist Ausgangspunkt für eine geschlossene Kette im Produktkreislauf, die in einem Aidb-Schwesterunternehmen, dem Fleischmarkt Aschara, endet. Von einem guten Start der neuen Schweinemastanlage in Wiegleben berichtete Geschäftsführer Michael Rönsch den Gästen. Gefüttert werden die 3600 Tiere in Wiegleben mit Getreide von den eigenen Feldern und mit Mischfutter aus dem Gothaer Werk, für das sein Betrieb zuliefere, schilderte Rönsch den Ausgangspunkt für den Kreislauf. Das und die Aufzucht einer besonderen, mehrfach gekreuzten Schweinerasse sorge für die Qualität des Fleisches, auf die man im Fleischmarkt besonderen Wert lege. Eine gute Struktur habe die Ware, einen geringen Wasseranteil, was der Kunde beim Braten spüre, kurz: eine einfach bessere Konsistenz, lobte Fleischmarkt-Chef Ronald Fernschild. Er bekomme genau das Fleisch, was für die original Thüringer Qualität benötigt werde. Werben könne man für das mit gutem Gewissen - und mit dem QS-Qualitätssymbol, das die Wiegleber Anlage bekommen habe. Ein Punkt habe an der maximal möglichen Bewertung gefehlt, womit die Anlage in Thüringen einen Spitzenplatz einnehme. Für den Erfolg machte Rönsch die genannten Kriterien und die hervorragende Arbeit der Kollegen um Hermann Fricke verantwortlich. Einziger Wermutstropfen - für Rönsch - sind die geringen Schweinepreise. Seit Anfang des Jahres sei dieser Trend zu verzeichnen, was ebenso auf die Milch zutreffe. Die Ertragseinbußen bei Raps, Wintergerste und Weizen würden die Sorgenfalten verstärken. Für eine Bewertung der Saison sei es allerdings jetzt noch zu bald, wollte Rönsch in das allgemeine Klagelied nicht einstimmen. So lasse sich derzeit noch nichts zu den Preisen sagen, die einen Teil der Ertragsausfälle ausgleichen könnten. Zum anderen rechne er bei Zuckerrüben, Sommergerste und Mais mit einer guten Ernte. Matthias SCHENKE

 

Thüringer Allgemeine vom 16.06.2003

 

EndeHenningsleben gewann Feuerschutzpokal

 

FREUDE ÜBER DRITTEN PLATZ: Aschara holte beim Feuerschutzpokal die Bronzemedaille und zehn Liter Bier. Die Eckardtsleber Gastgeberinnen gratulierten herzlich. TA-Foto: A. ZIMMER

ECKARDTSLEBEN (ske). Sorgen müssen sich Wehrführer Frieder Wöhlk und die Feuerwehrvereinsvorsitzende Sylvia Schmerbauch nicht machen, dass der Feuerschutzpokal an Anziehungskraft verlieren könnte. Zur achten Auflage am Samstag hatten sich sieben Mannschaften eingeschrieben - und das spreche für den Ruf des Wettbewerbs, sagte Wöhlk. Da könne er auch die kurzfristigen Absagen von zwei Wehren verkraften. Die Wettkämpfe waren wie in den Jahren zuvor Teil des Kinder- und Dorffestes, das der Verein in bewährter Manier organisierte. Gewinner in diesem Jahr wurde das Team aus Henningsleben, das sich den Erfolg allemal verdient hatte. "Drei Mal haben wir bisher den zweiten Platz belegt - klar, dass wir uns da über den Wanderpokal freuen", sagte Wehrführer Gerd Schmied und strahlte. Zum Pokal, den Landrat Harald Zanker (SPD) und Bad Langensalzas Ordnungsamtsleiter Rainer Meinberg überreichten, gab es auch noch ein 50-Liter-Bierfass. Einen großen Anteil am Erfolg habe Gruppenführer Torsten Schmied, der in den letzten Wochen ganz intensiv mit den Kameraden trainiert habe, lobte Papa Gerd und war fair genug, die Unterlegenen für ihr Pech zu bedauern. Die folgenden Plätze belegten Nägelstedt, Aschara, Uengsterode II, Eckardtsleber Frauen, Eckardtsleber Männer und Uengsterode I. Auch die Letztplatzierten mit dem verspäteten Freitag-der-13.-Pech nahmen es gelassen und feierten nicht weniger als die Sieger. Natürlich würden alle die Sache ernst nehmen und den nötigen Ehrgeiz an den Tag legen, aber nicht verbissen um Zeiten und Punkte kämpfen, sagte Wöhlk. Gefragt waren wieder Schnelligkeit und Können nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift, was den Wettbewerb als gute Grundlage für den Ernstfall interessant mache. Bei den Gastgebern starteten erstmals Kathrin Preuß, Sandra Hess, Beatrix Reichardt, Maria Thomas und Florian Heinz. Die bekamen am Morgen Berufungsurkunden für die Einsatzabteilung.
Ein ausdrückliches Dankeschön gab es von Wöhlk an die zwei einzigen noch verbliebenen Sponsoren, das Bad Langensalzaer Autohaus Braun und die Firma Heinz Werner, die einen Teil des Betriebsgeländes zur Verfügung stellte.

 

Thüringer Allgemeine vom 29.05.2003

 

Gärtnerei Heyer sorgt mit für blühendes Thüringen
 

GÄRTNERFLEISS: Jens (links) und Bernd Heyer sorgen mit für ein blühendes Thüringen. TA-Foto: A. VOLKMANN

ASCHARA(uh). Dass jemand in die Gärtnerei Heyer kommt, um einige Salatpflanzen zu kaufen, schließlich mit einem Auto voller blühender Pflanzen davon fährt, ist für Firmenchef Bernd und Sohn Jens nicht ungewöhnlich. Und so brauchten sie auch nicht lange zu überlegen, um sich bei der Aktion der TA und der IHK "Blühendes Thüringen" mit einzubringen. Auch hierbei machten sie die Erfahrung, wer mit dem Coupon das erste Mal in die Gärtnerei im Gewerbegebiet auftauchte, kam wieder. Erfolgsrezept der Heyers ist Qualität. Auch wenn es für die ganze Mannschaft im März, April, Mai richtig Stress bedeutet, damit es an vielen Stellen in Thüringen grünt und blüht. Mit 900 Quadratmeter Fläche startete die Gärtnerei. Heute haben die Heyers 3000 Quadratmeter Fläche unter Glas und Folie, ziehen Gemüsejungpflanzen heran sowie Beet- und Balkonpflanzen. Die Hälfte der Produktion geht über den Ladentisch im eigenen Blumengeschäft in Burgtonna, dem Reich von Ehefrau Rita, sowie über den Verkaufsstand auf dem Erfurter Domplatz, für den Jens zuständig ist. Ein Viertel der Erzeugnisse werden an die Erzeugergemeinschaft Thüringer Zierpflanzen geliefert. Das restliche Viertel holen sich Wiederverkäufer und bekommen Kommunen. Beispielsweise sind die Stiefmütterchen in den Anlagen von Bad Langensalza Kinder aus den Gewächshäusern in Aschara. Um rentabel zu wirtschaften und die Arbeit zu erleichtern, haben Heyers bereits viel in Heizungs- und Lüftungsanlagen investiert. Mit Sohn Jens, der seinen Meister als Gärtner abgelegt hat, und seiner Freundin, die in der Ausbildung zur Floristin steckt, sind die Weichen für die Zukunft gestellt. "Ich würde gern noch Gärtner ausbilden, um Nachwuchs für die Firma zu sichern", meint Bernd Heyer. Nächstes Ziel ist der Bau eines kleinen Sozialgebäudes. Dafür wartet man sehnsüchtig auf die Baugenehmigung.

 

Thüringer Allgemeine vom 27.05.2003

DUFTORGEL:

Die Schüler der Grundschule Aschara besuchten gestern Vormittag die Nationalparktage in Craula und versuchten sich am Erkennen von Gerüchen. Am Nachmittag waren die Senioren eingeladen. TA-Foto: A. VOLKMANN

 

EREIGNIS: Gewaltig die Abdeckung zum Schmuck des Flohbrunnens in Aschara, die gemeinsam auf den Weg gebracht wurde. TA-Foto: M. STEINIG

Thüringer Allgemeine vom 23.05.2003

 

Dörfliche Tradition in Aschara

 

ASCHARA (mst). Jedes Dorf der Region hat seine Originale. Und Geschichte sowieso. Während man von den Nailschten Kraut.... oder den Thamsbrücker Nikoläusen spricht, hat in Aschara der Flohbrunnen auch etwas zu erzählen. Aber keine historische Abhandlung sollte jetzt geschrieben werden, sondern etwas von Traditionspflege gezeigt werden. Die Kleinsten des Dorfes machen es vor. Der Thepra-Kindergarten "Zum Flohbrunnen" feiert deshalb jedes Jahr auch eine Art Brunnenfest. Eine mächtig gewaltige, bunt geschmückte Abdeckung und jede Menge Blumen ehren den Wasserspender. Die in ihm lebenden Goldfische werden natürlich das ganze Jahr gefüttert und gepflegt - das ist doch Ehrensache!

 

Thüringer Allgemeine vom 03.05.2003

 

Richtiger Riecher ist bei Gärtnern gefragt

 

BESTE ANZUCHT: Hervorragende Qualität bietet die Gärtnerei Heyer in ihren Gewächshäusern in Aschara an. Juniorchef, Gärtnermeister Jens Heyer, und Kornelia Pielgrzymovski bei der Zusammenstellung einer Lieferung. TA-Foto: M. STEINIG

ASCHARA. Den Freistaat noch farbenfroher machen - dieses Ziel hat sich die Thüringer Allgemeine gestellt. Gemeinsam mit der IHK, Gärtnereien und Baumärkten beginnt diese Zeitung heute mit der Aktion "Blühendes Thüringen". Aus dem Altkreis Bad Langensalza können die Leser dieser Zeitung dabei besonders auf das Engagement der Gärtnerei Heyer Aschara, des Bad Langensalzaer Gartenbaus und des Rosenhofs Rönigk in Ufhoven bauen. Sie gewähren zehn Prozent Rabatt auf Balkon- und Beetpflanzen. Seit 1955 gibt es in Aschara eine Gärtnerei. Damals gegründet von den Eltern des heute 57-jährigen Bernd Heyer. 1958 wurde sie in die LPG eingegliedert und 1990 wieder privatisiert. Auf gut 3000 Quadratmetern und Glas oder unter Folie stehen hier rund 200 000 Beet-, Balkon- und Zier- sowie an die 800 000 Gemüsepflanzen. Umsorgt von Bernd Heyer, seiner Ehefrau Rita, dem Junior Jens - der die Firma auch einmal übernehmen wird - sowie von drei Saisonkräften, die jeweils neun Monate im Jahr in der Gärtnerei im Gewerbegebiet arbeiten."Sicherlich, es gibt andere Sachen, wo man mehr Geld verdienen kann, aber wenn man es richtig macht, dann haut es auch in Zeiten wie diesen mit der Gärtnerei hin", meint Bernd Heyer. Für ihn waren 1990 die Aussicht auf Selbstständigkeit und Unabhängigkeit die Motive, den Familienbetrieb wieder zu gründen. Der Standort Aschara ist dabei für den Kundenbetrieb zwar nicht ideal. Deshalb wird auch in dem Ladenlokal von Ehefrau Rita in Burgtonna und zum Wochenmarkt auf dem Erfurter Domplatz verkauft. Dort hat der 28-jährige Sohn Jens im Übrigen das Sagen.In der Gärtnerei gibt es Hoch-Zeiten, aber eben auch weniger stressige Wochen. Neben der Qualität ist es aber eben auch jenes Fingerspitzengefühl, zur richtigen Zeit die richtige Menge an gerade gefragten Pflanzen parat zu haben. Einer der größten Abnehmer ist die Erzeugergemeinschaft Thüringer Zierpflanzen, die Heyers Pflanzen dann beispielsweise weiter auf zahlreiche Baumärkte im Freistaat vermittelt. Und die achten auch besonders auf Qualität.Die Gärtnerei Heyer nimmt an der großen TA-Aktion "Blühendes Thüringen" teil. Kunden, die direkt in der Gärtnerei im Gewerbegebiet Aschara einkaufen, erhalten - wenn sie den in der TA abgedruckten Coupon vorweisen - einen Rabatt von zehn Prozent für Beet- und Balkonpflanzen. Die Aktion beginnt heute und geht bis einschließlich 31. Mai. Robert SCHMIDT

 

Thüringer Allgemeine vom 30.04.2003

 

Auch in einer kleinen Schule pulsiert das Leben

FINGERFERTIG: Maja Seifert (rechts) und Julia Gläser (im Hintergrund) mit Kunsterzieherin Diana Steinbrück in der AG-Kunst beim gestrigen Tag der offenen Tür in Aschara. TA-Foto: M. STEINIG

EINLADEND: Anna, Marie, Melanie, Kathrin und Juliane sind Schülerinnen der neunten Klassen, die sich in den drei Jubiläumstagen der Ascharaer Schule um das Wohl ihrer Gäste kümmerten. Das selbst Gebackene schmeckte vorzüglich! TA-Foto: M. STEINIG

ASCHARA. Bunte Wimpel flatterten rund um Ascharas Schule im Wind. Luftballons schmückten Treppen und Flure. Dort drängten sich gestern Schüler und Lehrer, Eltern, Großeltern und viele andere Gäste aus Politik und Wirtschaft. Zu einer Zeit, da anderswo Ruhe einkehrt in Schulhäusern. Ascharas Schule feiert ihr 20. Jubiläum.Kaum ein Klassenzimmer, in dem an diesem Tag der offenen Tür nicht etwas los gewesen wäre. Im Geschichtsraum präsentierten Lehrerin Helgard Hasert, Benjamin, Christian, Kevin und Daniel Modelle römischer Villen. Eine Treppe tiefer bitten Petra Richter, Steven, Daniel und ein ganzer Schülertrupp zum Schattenspiel. Im Mathe-Raum geht´s ums Gesetz der Serie, bei den Phyikern um den "heißen Draht". Wo sonst Sozialkunde unterrichtet wird, prangen Plakate aus den neun Heimatdörfern der Schüler. "Man spürt, ob eine Schule lebt", kommentierte Schulamtschef Hans-Gert Herold das Geschehen. Die meisten aber scheint es in die Aula zu ziehen. Dort wird in Wort und Bild die Schulchronik gezeigt. Da sind Fotos von der Eröffnung der Polytechnischen Oberschule am 30. April 1983. Auch Schulleiterin Karin Giese war als junge Lehrerin dabei. "Das war schon alles etwas größer und viel geräumiger als in Illeben", blickt sie zurück. Die Chronik erzählt von Festen und Wandertagen, Exkursionen und Wettkämpfen. "Mehrfach die Woche war hier was los", erinnert sich Karin Giese. Nach der Wende war damit Schluss. "Die Lehrer wollten nicht mehr über das Leben der Schüler bestimmen. Das hat sich aber gelegt", weiß die Pädagogin. Heute gibt es viele Projekte an ihrer Schule. "Probelauf für die Zukunft" heißt eines, bei dem die Mädchen und Jungen alle zwei Wochen in Firmen arbeiten und Aufgaben für den Unterricht lösen. "Fritzi" wendet sich an die jungen Damen, um sie für mädchenuntypische Berufe zu interessieren. Ihre 185 Regelschüler vorzubereiten aufs Leben, sieht Karin Giese "als die größte Leistung, die wir hier vollbringen". Sie spricht über Förderunterricht, den Dagmar Tirsch managt, vom Schulentwicklungsprogramm. Dass auch kleine Schulen ihre Berechtigung haben, belegt die Praxis. Dazu will die Schulleiterin in wenigen Minuten referieren. Monika ZOLLVER.

 

Thüringer Allgemeine vom 29.04.2003

 

Grund- und Regelschule Aschara hat 20. Jahrestag
 

WIRBELWINDE: Kristin, Steffen, Michele, Julia und Maik aus den 5. und 6. Klassen am Eingang der Regelschule. TA-Foto: M. STEINIG

ASCHARA (mst). 1983 wurde in Aschara die heutige Grund- und Regelschule feierlich eingeweiht. In diesen Tagen jährt sich dieser Termin zum zwanzigsten Mal. Die mittlerweile 300 Schüler brachten gestern ihrer auch sonst mustergültigen Schule den letzten Schliff bei, denn heute ist Tag der offenen Tür. Am Morgen in der Grund- und nachmittags in der Regelschule können Eltern, Großeltern und Gäste die Palette des Schullebens kennen lernen. Ein kleines Schulcafé wird auch eröffnet. Am Abend, ab 18 Uhr, steigt die große Schulgala in der Turnhalle. Der Mittwoch steht im Zeichen des Sportfestes, und am Abend wird im neuen Bürgerhaus Aschara das Treffen ehemaliger Schüler vorbereitet. 1001 Schulabgänger sind es bisher geworden.

 

 

Thüringer Allgemeine vom 28.04.2003

 

Dankeschön zum Tag der offenen Gärtnerei
 

OFFENE GÄRTNEREI: Nicht nur auf Neues wollte am Samstag Bernd Heyer hinweisen, sondern sich auch bei seinen vielen Stammkunden für die jahrelange Treue bedanken. TA-Foto: A. ZIMMER

ASCHARA (ske). Pelargonien, ob stehend oder hängend, sind nach wie vor bei den Kunden am meisten gefragt. Das bekam Bernd Heyer am Samstag in seinem Betrieb im Ascharaer Gewerbegebiet zum Tag der offenen Gärtnerei wieder bestätigt. Robust seien die Pflanzen und bei Pflege und Wässerung unkompliziert. Für den Meister kein Wunder, dass sie sich gegen alle Modetrends behaupten konnten. Bei den Gemüsepflanzen seien es Sellerie, Kohlrabi und Kopfsalat, die das Gros des Umsatzes ausmachten, berichtete Heyer. Verstärkt werde wieder auf Gemüse aus dem eigenen Garten gesetzt. Einerseits wegen der Ökologie, andererseits auch wegen des Preises. Schnäppchen könne man gelegentlich, aber eben nicht immer machen. Spätestens Anfang vorigen Jahres sei das deutlich geworden, als die Preise in die Höhe schnellten. Verkauft wird bei Heyers in der Gärtnerei, im Ladengeschäft in Burgtonna, das von Rita Heyer gemanagt wird, und auf dem Wochenmarkt am Erfurter Domplatz, wo Jens Heyer das Sagen hat. Drei Saisonkräfte verstärken den Familienbetrieb. Einen festen Liefervertrag hat Bernd Heyer mit der Erzeugergemeinschaft Thüringer Zierpflanzen. 3000 Quadratmeter ist die Fläche in Aschara groß, unter Glas und Folie in begeh- und beheizbaren Gewächshäusern, die die Kunden am Samstag in Augenschein nehmen konnten.Kalkuliert wird bei der Menge aus der Erfahrung heraus. Dieses Jahr allerdings könne es zu Engpässen kommen, wegen der für Heyer unberechenbaren Politik der Bundesregierung. Auf die eigentlich geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer habe er sich eingestellt und die Produktion gedrosselt. Ein höherer Preis hätte zu geringerem Absatz geführt, darin waren sich die Gärtner einig. Dass es anders gekommen ist und die reduzierte Mehrwertsteuer bleibt, sei in Ordnung - das Hin und Her für Heyer aber ein Zeichen mehr für eine alles andere als mittelstandsfreundliche Politik der Bundesregierung.

 

Thüringer Allgemeine vom 16.12.2002

 

Erster Weihnachtsmarkt im Kindergarten Aschara

 

HERZLICH WILLKOMMEN: Kindergartenchefin Anja Krause freute sich über die vielen Besucher zum Weihnachtsmarkt in Aschara und ganz besonders über den Besuch des Weihnachtsmannes. TA-Foto: A. ZIMMER

ASCHARA (ske). Nein, nicht immer müssen viele Köche den Brei verderben. Der erste Ascharaer Kindergarten-Weihnachtsmarkt der kleinen "Wasserflöhe" war der beste Beweis dafür. "Es war ein Zusammenspiel von allen", schwärmte Leiterin Anja Krause am Samstag von der schönen Zeit der Vorbereitung. Muttis, natürlich auch die Vatis, Erzieherinnen, die Thepra als Träger, Firmen als Sponsoren, Ortsteilbürgermeister Hans-Martin Rühl, Dorfverein und Kirmesgesellschaft: "Nicht einer hat Nein gesagt, als es um das Helfen ging", meinte Anja Krause und strahlte dabei über beide Wangen.
Und gespannt waren auf den Markt die Ascharaer, Illeber und Eckardtsleber. In Scharen kamen die, ließen sich mit Würstchen, Glühwein, heißer Zitrone und mit dem Ständchen des Heimatchores verwöhnen und freuten sich an vielen hübschen Dingen, die die Kleinen eigens für den Markt gebastelt hatten: Gestecke, Sterne, Teelichte und vieles mehr. Von dem Erlös des ersten Weihnachtsmarktes sollen die Mädchen und Jungen neues Spielzug bekommen. Richtig hat man gelegen, der Sache eine Nummer zu geben. Nach den schönen Stunden vom Samstag stand für alle fest, die gekommen waren: Dem ersten sollten bitte noch viele Märkte folgen.

 

Thüringer Allgemeine vom 16.12.2002

 

Aschara: Verkaufspavillon wird Montag eröffnet

 

ASCHARA (ske). Auch wenn einigen das Herz blutete: Das alte Gebäude vom Fleischmarkt als dessen erste Produktionsstätte vor dem Umzug nach Bad Langensalza-Ost musste weg. Eine Instandsetzung wäre zu teuer gekommen, meinte Ronald Fernschild, der den Vertrieb des Unternehmens leitet, für 20 Filialen in Thüringen und Berlin zuständig ist und am Wochenende mit dabei war, als der neue Pavillon neben dem Altbau am Ascharaer Ortseingang bezogen wurde. Rund acht Wochen habe die Firma Jahn aus Ufhoven für den Neubau gebraucht, berichtete Fernschild. Geplant seien für den Sommer noch Plätze im Freien.

LETZTE HANDGRIFFE: Auch die Mitarbeiter einer Bad Langensalzaer Werbefirma waren am Samstag im Einsatz, damit heute der Pavillon vom Fleischmarkt Aschara eröffnen kann. TA-Foto: A. ZIMMER

Ab heute können die Kunden im Pavillon einkaufen, zwischen einem Imbiss und einem von drei Mittagessen wählen und bekommen als Neuerung auch noch ganz frisch Brot und Brötchen. Ergänzt wird das von einem kleinen Programm von Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Für den Erhalt des Standortes habe man sich aber nicht nur der Tradition wegen entschieden. Einziger Fleischer sei man im Bad Langensalzaer Süden, was die Kunden mit ihrer Treue zu schätzen wüssten. Rostwürstchen, das Programm hausgeschlachteter Wurst und ein Gehacktes der nicht nur nach Fernschilds Geschmack "Spitzenklasse" seien die Renner. Zwei Mal täglich bekomme man frische Ware aus der Fleischmarkt-Produktion.
Abnehmer für Imbiss und Mittagessen, was in Aschara zubereitet und gekocht werde, gebe es zur Genüge. Allein 150 Beschäftigte der umliegenden Betriebe wüssten mehr oder weniger häufig die warmen Mahlzeiten zu schätzen, Kraftfahrer die und die großen Parkplätze vor dem Pavillon. Kein Gericht koste mehr als 3,50 Euro, in dieser Woche gebe es zur Eröffnung Sonderpreise. Schnitzel, Bratkartoffeln und Nudeln könnten immer auf der Speisekarte stehen, sagte Filialleiterin Birgit Zollitsch aus Erfahrung. Mit Königsberger Klopsen reize sie die Gäste dagegen kaum. Und: Trotz Fleischmarkt-Tochter sei man flexibel bei der Speisekarte. Fisch und Hefeklöße nannte Frau Zollitsch dafür als Beispiele. Geöffnet ist montags bis freitags 9 bis 18 Uhr und samstags 8 bis 12 Uhr. Zwei Angestellte und zwei Lehrlinge kümmern sich um Wohl und Wünsche der Kunden.

 

Thüringer Allgemeine vom 13.12.2002

 

Besuch bei der Adib

 

Nicht zum ersten Mal hatten die Ascharaer Regelschüler Gelegenheit, sich in den Unternehmen der Adib-Gruppe umzusehen. Hier ein Bericht über die Exkursion:

 

Am 21. November 2002 hatten wir, die Jungen der Klasse 8a der Regelschule Aschara, die Gelegenheit, eine Besichtigung bei der Unternehmensgruppe ADIB durchzuführen. An diesen Tag konnten wir unter anderen Einblicke in die Pflanzen- und Tierproduktion, in Landmaschinen- und Fahrzeugbau, in die Biodieselanlage Henningsleben und den Fleischmarkt Aschara mit Sitz im Bad Langensalzaer Gewerbegebiet Ost gewinnen.

Es war für uns alle sehr interessant und lehrreich. Man stellte uns "typische Jungenberufe" vor, die dem einen oder anderen die Berufswahl sicherlich erleichtern werden. Ein besonderes Dankeschön gilt Frau Hahn als Referentin für Personalfragen, die uns an diesem Vormittag begleitet hat. Außerdem möchten wir Herrn Rönsch, Herrn Heinrich, Herrn Grün, Herrn Haun, Frau Krause, Herrn Mierau und Herrn Fernschild dafür danken, dass sie uns die einzelnen Bereiche vorgestellt haben.

Der Vormittag klang mit einer Einladung zum Mittagessen im Fleischmarkt Aschara aus. So konnten wir am eigenen Leib erfahren, wie sich die Kette von der Erzeugung bis zum Konsum wieder schließt. Ein herzliches Dankeschön dafür an die Mitarbeiter des Fleischmarktes sowie alle Organisatoren.

Parallel zur Besichtigungstour der Jungs führten die Mädchen ein Projekt im Rahmen ihrer Berufswahlvorbereitung durch. "Fritzi" soll Mädchen für "Jungenberufe" interessieren und sie für Alternativen zu ihren "traditionellen" Berufswünschen erwärmen. Unter dem Motto "Was Paul kann, kann Paula schon lange" ist es

wichtig, mehr junge Frauen für Zukunftsberufe fit zu machen.

Diesem Anliegen widmet sich die Regelschule Aschara, vor allem Frau Tirsch und Frau Ludewig, schon seit einiger Zeit.

Klasse 8b,

Regelschule Aschara

 

 

Thüringer Allgemeine vom 23.11.2002

 

Sandra Haun leitet künftige Touristeninformation

 

BAD LANGENSALZA. Noch ist der Platz eine große Baustelle, an dem Sandra Haun ihre berufliche Karriere starten wird. Doch die 19-Jährige aus Aschara brennt förmlich schon für ihre Aufgabe als Leiterin der künftigen Touristeninformation im Haus zum Grünen Schild bei der Marktkirche. "Das ist wie ein Hauptgewinn", sprudelt es aus ihr heraus.

HAT NOCH VIEL VOR: Sandra Haun, 19 Jahre alt. TA-Foto: M. STEINIG

Erst im Juli hatte sie ihre Lehre als Verwaltungsfachangestellte bei der Bad Langensalzaer Stadtverwaltung mit guten Noten abgeschlossen. Dass es mit ihrer Bewerbung für die ausgeschriebene Stelle auf Anhieb klappen würde, kommt ihr noch immer wie ein Traum vor. Die Verwirklichung des Traumes verlangt der aufgeschlossenen jungen Frau jedoch einiges ab. So ist ein vierjähriges Fernstudium zum Betriebswirt für Fremdenverkehrswirtschaft an der Gothaer Fachschule ab nächsten Sommer Pflicht. Acht Jahre Englisch sollen nicht in Vergessenheit geraten und mit Tourismusenglisch aufgestockt werden. Und außerdem will Sandra noch einen Französischkurs beginnen. Gegenwärtig nutzt sie die Zeit, sich intensiv mit der Entwicklung der Kurstadt zu beschäftigen. "Es gibt nämlich nichts schlimmeres, als wenn man keine Auskunft geben kann." Bei Veranstaltungen im Friederikenschlösschen und bei den ersten Messen probt sie bereits das Aufeinandertreffen mit dem König Gast.
Wer weiß, wie Sandra Haun in ihrem Heimatort im Heimatverein oder im Kirmesverein mit die Fäden zieht, nimmt es ihr ab, dass sie davon überzeugt ist, in der Touristeninformation an der richtigen Stelle zu sein. Zwar muss sie erst noch Erfahrungen sammeln. Eines weiß sie aber aus dem Bauch heraus, dass man den Menschen, die etwas von einem wollen, das Gefühl geben muss, man kümmert sich um sie. "Bad Langensalza, der Nationalpark und das Thüringer Kernland haben so viel Potenzial. Man muss es nur entsprechend an die Leute heranbringen", sieht sie als Verpflichtung. Wie das gehen könnte, hat sie bereits eine Menge Ideen und Vorstellungen im Kopf. Ursula HOFFMANN.

 

Thüringer Allgemeine vom 23.11.2002

FEIERLICH: Beim Montieren der Turmkugel nebst Wetterfahne auf der Ascharaer Kirche spielten Jens, Harald und Jens auf. Die Behringer Blechbläser spielten auch zur Andacht in der Kirche. TA-Foto: M. STEINIG

 

St. Petri wieder komplett mit Turmknopf

 

ASCHARA (uh). Viele Bürger des Bad Langensalzaer Ortsteiles ließen es sich gestern Nachmittag nicht nehmen, bei einem historischen Ereignis dabei zu sein. Auf offener Straße verfolgten sie mit großem Interesse, wie der goldglänzende Turmknopf mit Wetterfahne wieder auf dem angestammten Platz auf der Kirche St. Petri verankert wurde. Mit einer kleinen Andacht, unterstützt von der Blechbläsergruppe aus Behringen sowie mit einem kleinen Imbiss vom Rost für die Bauleute, machte die Gemeinde gleich ein kleines Knopffest daraus. Gelder von der Denkmalpflege sowie von der Kirchgemeinde machten die Reparatur der Turmkugel, als Abschluss der Sanierungsarbeiten an St. Petri, im Wert von 82 000 Euro möglich. Im kommenden Jahr erfolgen noch Putzarbeiten am Turm. Als am 6. September die heruntergenommene Turmkugel geöffnet wurde, kamen Dokumente und Münzen von vier verschiedenen Datierungen ans Licht. Die erste Einlage stammte vom 27. Mai 1751, zwei Jahre nach dem Bau des Gotteshauses. Am 14. August 1832 war mit der Gothaischen Zeitung erstmals eine aktuelle Zeitung mit beigelegt. Diesmal wurde eine weitere Hülse mit eingelegt. Sie enthält unter anderem eine Beschreibung der Entwicklung von Aschara in den Jahren 1965 bis 2002, ein Einwohnerverzeichnis, Euromünzen, sowie die Lokalausgabe Bad Langensalza der Thüringer Allgemeine vom 22. November 2002.

 

 

Thüringer Allgemeine vom 03.10.2002

 

HILFE VOR ORT: Die Geschäftsführer der Adib-Firmengruppe waren im Hochwassergebiet, um 25 000 Euro Spendengelder von Mitarbeitern und Unternehmen der Gruppe zu übergeben. Foto: privat

25 000 Euro von der Adib-Gruppe
 

ASCHARA (ske). Mehr als 20 Euro spendete im Durchschnitt jeder Mitarbeiter der Adib-Firmengruppe für die Hochwasserhilfe. 6700 Euro sind so zusammengekommen, die von den Firmen der Gruppe auf 25 000 Euro aufgestockt wurden. Direkt - so wie es die Mitarbeiter wollten - wurde das Geld jetzt Betroffenen in der Krisenregion übergeben, berichteten die Geschäftsführer, Dr. Karl-Heinz Bodenstein und Dr. Klaus Kliem. 15 000 Euro erhielt die Gemeinde Pretzschendorf im Weißeritzkreis, 2000 Euro die Grundschule in Glashütte für eine Fahrt in den Herbstferien und je 4000 Euro zwei ganz besonders betroffene Handwerker in Schmiedeberg. Von den Ausmaß der Katastrophe waren die Thüringer geschockt - Fernsehbilder hätten das so nicht vermitteln können.
 

Thüringer Allgemeine vom 02.10.2002

 

Ernte rund um die Uhr

 

ASCHARA (ske). Im vollem Gang ist die Zuckerrübenernte und der Transport in die Fabrik von Südzucker in

Ernte: Alle Hände voll zu tun hat Jürgen Schmidt von der Transport- und Handels GmbH Wiegleben mit der "Rübenmaus". Nach der Ernte werden die Zuckerrüben in die Verarbeitungsbetriebe gebracht.

 Zeitz. Das sagte Geschäftsführer der Ascharaer Landwirtschaftsgesellschaft, Michael Rönsch. Von Mitte September bis Ende November ist eine Erntemaschine seines Unternehmens rund um die Uhr im Einsatz. 900 Hektar sind zu bearbeiten, auch für die Landwirtschaftsbetriebe Kirchheiligen, Neunheiligen, Behringen, Schönstedt, Großengottern, Großvargula, Nägelstedt und Mülverstedt. Zweimal zwölf Stunden wird gearbeitet, wobei jede Schicht mit zwei Mitarbeitern besetzt ist. Der Transport liegt, wie in den Jahren zuvor, in den Händen der ADIB-Tochter Transport- und Handels-GmbH, der Agro Schönstedt und eines Ebeleber Unternehmens.

 

Thüringer Allgemeine vom 26.09.2002

 

Ein Fest für Kinder aus Heim und Dorf


ASCHARA (mz). Wie er sich sein künftiges Leben vorstellt, hatte Elchan am Stand des Kinderbüros in einem Bild verewigt. Ein rotes Herz hatte sich Sabine aus dem Kosovo durch Sylvana Krause auf die Wange malen lassen. Und beim Tierweitsprung des BUND lauerte bei Gerlinde Georgi-Wirth eine Kinderschlange. Rund um die Schule war gestern Betrieb. Dorthin hatten die drei Frauen vom Pro-Mo-Projekt "Udo" Kinder aus Schule, Dorf und Asylbewerberheim zum Fest geladen. "Wir wollen Kinder aus dem Heim und aus dem Ort mehr zusammen bringen", meinte Ilona Bußlapp mit Blick auf Weltkindertag und Multikulturelle Woche. Ihr Team konnten sich dabei auf einen Civitas-Zuschuss und auf Verbündete auch in beiden Schulen stützen.

An mehr als 15 Stationen war mächtig was los. Da gab´s in Regie der Schule Gummi-Twist, Streichholzweitwurf oder Schlängellauf. Auf der Hüpfburg wurde getobt und an den Geräten des Spielmobils die Balance getestet. Jessica pustete die Farbe ihrer Gipssonne trocken, während Josephine ein skurriles Bild auf der Drehscheibe zauberte. Vor der Rollerbahn des Kreisjugendringes hieß es warten, bis Ines Olschewski in die Sitze half. Und im Souterrain kam die 10a ins Schwitzen. Mit Klassenleiterin Ilse Karius war ein Trupp Mädchen beim Waffelnbacken, während Steffen Schönherr und Sebastian Pielgrzymovski Brause und Cola ausschenkten. "Das Multikulturelle ist eine Chance von einander zu lernen", meinte Karin Giese, Chefin der Regelschule, über das bunte Treiben.

 

Thüringer Allgemeine vom 09.09.2002

 

Leistungsfähigkeit auf Gewerbeschau gezeigt

 

GERN GEKOMMEN: Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Roland Richwien (5. von links) war Samstag beim Rundgang auf der Ascharaer Gewerbeschau wieder mit dabei. TA-Foto: M. KAISER

ASCHARA (ske).Grundsätzlich den Kopf nicht in den Sand stecken. Das zeichne die Gewerbetreibenden im Süden von Bad Langensalza aus. Das sagte Gerd Leopold von der veranstaltenden Arbeitsgemeinschaft Samstagvormittag, als er die Gäste aus Politik und Wirtschaft zur Gewerbeschau begrüßte. Unter ihnen zum zweiten Mal Roland Richwien, Staatssekretär im Thüringer Wirtschaftsministerium. Die achte Messe stehe nach Leopolds Worten für Kontinuität, aber auch dafür, dass sich die Unternehmen flexibel dem Markt anpassen können. Ideen und Engagement gehörten dazu - und Willensstärke. Hier war für Leopold die beste Gelegenheit, des verstorbenen Heinz Werner, des Mitbegründers der Messe, zu gedenken.
Für Richwien ist das Gewerbefest "beeindruckend". Viel gegeben für die Arbeit habe ihm der Besuch im vorigen Jahr, sagte er. Dass man den Mittelstand in Erfurt nicht vergessen habe, machte er am Beispiel der Mittelstandsinitiative der Regierung deutlich. Nicht dogmatisch der "billigste, sondern der wirtschaftlichste Bieter" könne danach den Zuschlag bei öffentlichen Ausschreibungen bekommen. Intensiv liefen die Schulungen durch Mitarbeiter des Landesverwaltungsamtes in den Kommunen, damit die Initiative richtig und ohne lähmende Rechtsfolgen angewendet werden könne.
Beim Rundgang wurden an vielen Ständen Leopolds Worte bestätigt. Jürgen Werner berichtete von zwei großen Tiefbau-Aufträgen der Firma Heinz Werner, die Arbeit bis Ende des Jahres bringen. Im Bad Langensalzaer Norden für die Firma Borbet und in Jena für ein Justizzentrum. Gearbeitet werde auch samstags - auffallend wenig Technik war deshalb auf der Messe. Werner rechne mit Folgeaufträgen bei beiden Projekten für die Außenanlagen. Als Neuanschaffung zeigte er einen Holz-Schnellhäcksler. Hauptsächlich im Auftrag von Fahner Obst komme der bei ständig nötigen Rodungen zum Einsatz. Ein Beispiel dafür, dass die Baufirma sich flexibel dem Bedarf anpasse.
Flexibel ist auch Bernd Heyer. Als Gärtner, die in Deutschland, anders als in Holland, seiner Meinung nach keine Lobby haben, suche er sich Nischen. Eben nicht mit Pelargonien, sonden mit jungen Gemüsepflanzen habe er die gefunden. Die würden ihm auch die großen Märkte abkaufen. Deren Preis-Image sei im Übrigen besser als die Realität, warb er für die kleinen Betriebe.
Am Stand der Adib-Gruppe berichtete Leopold als Inuma-Geschäftsführer von deutlich besseren Geschäften als im Vorjahr - aber auch von der Sorge, dass wegen der schlechten Ernte 2002 nächstes Jahr Geld für Neunanschaffungen in der Pflanzenschutztechnik fehlen könnte. Adib-Chef Karl-Heinz Bodenstein begrüßte erstmals auf der Messe die Behringer Agrargenossenschaft und die Heyl-Mühlen.
Premiere hatte auf der Messe die Promo. Die Beschäftigungsgesellschaft veranstaltete im Rahmen der "Udo"-Initiative ein multikulturelles Herbstfest, um Toleranz und friedliches Zusammenleben zu fördern. Unterstützt wurde das mit 8000 Euro durch das Civitas-Programm des Bundesfamilienministeriums.

 

Thüringer Allgemeine vom 06.09.2002

 

BRÖTCHENBÖRSE FÜR ANSPRUCHSVOLLE:

 

Mit Klassenlehrerin Helgard Hasert (rechts) hatten die 20 Schüler der Klasse 7a der Ascharaer Regelschule die Idee, einen Brötchenverkauf herzurichten. Den Erlös von 112,40 Euro werden sie einer Hochwassergeschädigten Schule gutschreiben. TA-Foto: M.STEINIG
 

 

Thüringer Allgemeine vom 05.09.2002

 

Jubiläumsfeier bei Großhandel "Arnold und Holst"

 

IM SPIEGEL: Birgit Leopold, Mario Pabst und Lorena Arnold, von links und in der Spiegelung von rechts, repräsentieren seit zehn Jahren in Aschara den Großhandel für Sanitär und Heizung. TA-Foto: M. STEINIG

ASCHARA (ske).Zur Gewerbeschau am Wochenende ist die Firma "Arnold und Holst" wieder mit dabei. Das sei selbstverständlich, meinte Geschäftsführerin Lorena Arnold. In diesem Jahr noch aus einem anderen Grund: Seit zehn Jahre bestehe der Großhandel für Sanitär und Heizung - und eine bessere Gelegenheit, das Jubiläum zu feiern, gebe es nicht. Eine eigene Fete wäre für den kleinen Betrieb einfach eine Nummer zu groß. Der Chefin stehen noch zwei Mitarbeiter, Birgit Leopold und Mario Pabst, zur Seite. Dass man vor zehn Jahren nach Aschara gekommen sei, habe einen einfachen Grund: Anders als bei Mitbewerbern habe es hier konkrete Pläne für Investoren gegeben, die sich schnell verwirklichen ließen, schilderte Lorena Arnold. Gemeinsam mit Frank und Kai-Uwe Holst habe sie begonnen. Die Familie Holst habe sich aber mittlerweile wieder aus dem direkten Geschäft vor Ort zurückgezogen. Auf die Hilfe der Familie um Senior Hans-Walter Holst könne sie aber immer bauen, beispielsweise, wenn es um 3D-Planungen für Küchen gehe. Und in den schlechten Zeiten, die in der Vergangenheit um "Arnold und Holst" keinen Bogen gemacht hätten, sei Verlass auf die Frankfurter gewesen. Nicht alle Partner hätten dafür Verständnis gezeigt. Die Innung sei ein Beispiel: Die habe kompromisslos ihre Mitgliedsbeiträge eingefordert. Durch die Insolvenz mehrerer großer Kunden sei man in Schieflage geraten, habe aber mittlerweile wieder ruhiges Fahrwasser erreicht. "Mit niedrigerem Umsatz haben wir ein solides Niveau erreicht", fasste es Lorena Arnold zusammen. In Zeiten, als die "Nachfrage größer und die Konkurrenz kleiner war", gehörten acht Leute zum Team. Zudem habe man in den vergangenen zehn Jahren fünf Lehrlinge ausgebildet.
In letzter Zeit habe sie auch wieder viele alte Kunden neu begrüßen können. Qualität erwarteten die nicht nur bei den Waren, sondern auch in der Beratung. Und da sei man in Aschara in den besten Händen, sagte die seit 1979 in der Branche groß gewordene Kauffrau. 200 namhafte Hersteller von Markenware habe man im Programm. In einem Umkreis bis zu 50 Kilometer würden Handwerker beliefert oder ihre Ware vor Ort bekommen. Eine gute Lage habe die Firma in Aschara, sagte Lorena Arnold. Von den großen Zentren wie Gotha, Erfurt, Eisenach und Mühlhausen gut erreichbar und mit genügend Parkplätzen vor der Ort. Einen Grund, den Standort zu wechseln, gebe es deshalb nicht.

 

 

Thüringer Allgemeine vom 08.08.2002

 

Ernte

 

Die Ernte bei Wintergerste und Raps ist komplett, die bei Sommergerste so gut wie abgeschlossen. Adib-Geschäftsführer Dr. Karl-Heinz Bodenstein zog gestern für seine Unternehmensgruppe das erste Fazit.

Er redet die Dinge gar nicht erst schön: Nicht zufrieden sei man auch in und um Aschara mit den Erträgen - und Hoffnung, dass Weizen an der Bilanz noch etwas grundlegend ändert, habe man nicht.

Ernüchterung bei den Bauern sei eingekehrt, nach ständig steigenden Erträgen in den Jahren zuvor. Mehr Einfluss nehmen konnte man aber nicht: Globale Positionierungssysteme, das Optimum bei Düngung und Pflanzenschutz, eine perfekte Vorbereitung der Ernte bei Technik und Personal seien eben nur die eine Seite.

Das Wetter, konkret die extreme Hitze im Juni, die Korn und Samen zu schnell reifen ließen, und zu viel Regen in der Folge gaben nach Bodensteins Worten auf der anderen Seite den Ausschlag für die Erträge.

Geschimpft aufs Wetter hat Bodenstein nicht. Wohl aber zur Kenntnis genommen, dass es eben zwei Mächte sind, die die Ernte beeinflussen.

von Matthias SCHENKE

 

Thüringer Allgemeine vom 25.07.2002

 

Müllberge wachsen

 

Bürgerinitiative macht auf Missstände aufmerksam

 

 Wir Bürger von Aschara möchten hier einmal unseren Unmut loswerden. Jetzt im Sommer, da alles grünt und blüht und man sich eigentlich an seiner Umwelt erfreuen sollte, gelingt das den Einwohnern von Aschara nicht so recht. Unser ehemals schmuckes, gepflegtes Dorf sieht seit einiger Zeit gar nicht mehr so gut aus. An den Straßenrändern, auf den Grünanlagen und an vielen anderen Ecken sammeln sich immer mehr Verpackungsmüll, alte Kleidung aus den Sammelbeuteln, Papier und anderer Unrat an.

Die sonst so regelmäßig von der Stadt gepflegten Grünanlagen werden in diesem Jahr nur oberflächlich von Gras befreit. Ecken und Zwischenräume bei Pflanzen bleiben genauso wie der herumliegende Müll unberührt. Vor einigen Wochen wurde die Stadtverwaltung darauf aufmerksam gemacht. Bis jetzt war für uns keine Änderung zu erkennen. Einige der unansehnlichsten Ecken wurden inzwischen von den Anwohnern und unseren Gemeindearbeiter in Ordnung gebracht.

Bad Langensalza ist vor kurzem als Rosenstadt ausgezeichnet worden. Ob sich die Jury, die die Kriterien einer solchen Ernennung prüft, auch einmal in den Ortsteilen umgeschaut hat ? Wahrscheinlich - oder zum Glück - nicht!

Seit nunmehr neun Jahren leben wir mit einer hohen Anzahl Bewohner unseres Heimes in dem kleinen Dorf zusammen und müssen Beeinträchtigungen hinnehmen. Sollte man da nicht wenigstens von der Stadt bestrebt sein, gerade diesen Ortsteil in Ordnung zu halten?

Bürgerinitiative Aschara

 

Thüringer Allgemeine vom 16.07.2002

 

Zur Eröffnung spielt erstmals eine richtige Band

 

ASCHARA. An den vergangenen Wochenenden waren sie oft als Späher bei Volks- und Heimatfesten in der Nachbarschaft unterwegs. Nun sind die Organisatoren des Gewerbefestes in Aschara dabei, das Programm für ihr eigenes Fest zusammenzuschnüren, das vom 6. bis 8. September wieder viele Besucher in den Bad Langensalzaer Ortsteil locken soll.

Dabei braucht man eigentlich gar nicht Bange sein, dass die 8. Auflage eine Nullnummer wird. Dafür stehen zum einen die Gewerbetreibenden, die in der Gewerbeausstellung wie gewohnt ihr Können und ihre Leistungskraft herausstellen werden. Zum anderen hat das Gewerbefest längst viele treue Anhänger, die wissen, dass immer wieder gute Stimmung und besondere Zugnummern im Kulturprogramm zu erwarten sind. Neu in diesem Jahr ist das Angebot an die sieben Orte im Umfeld von Aschara, ihre Gemeinde beim Fest in Bild und Text vorzustellen.

Sieben Mal wurde bisher das Gewerbefest am Freitagabend mit einer Disco eröffnet. Diesmal verpflichtete man die Partyrockband "swagger" aus Unterloquitz. Die Musiker versprechen ein frisches und witziges Bühnenspektakel mit Showeinlagen und Gags.

Höhepunkte am Sonnabend sind die Demonstration von Kickboxen und anderen Sportarten im Festzelt, der Gewerbeball mit den "Hainich Musikanten" aus Kammerforst sowie dem Parodist und Moderator Rolf Hartge. Gegen 22 Uhr steigt das traditionelle Höhenfeuerwerk.

Am Sonntag ist die tschechische Blaskapelle "Rakovnicanka" aus Kladno zu hören. Am Nachmittag möchte "Marktfrau Regine" aus Landsberg die Lachmuskeln strapazieren. Mit flotten Sprüchen und Witzen aus dem Leben, sowie mit Gitrarre, Akkordeon, Trompete, Ventiljagdhorn und großer Marschtrommel hat sie sich als Stimmungskanone bundesweit einen Namen gemacht.

Glückspilze werden beim Gewerbefest auch gesucht. Freitagabend und Samstagabend wird je vier Mal ein Ticket für einen Hubschrauberrundflug verlost. Außerdem kann man auch zwei Ferkel gewinnen, die die Ascharaer Landwirtschaftsgesellschaft spendiert. Ursula HOFFMANN

 

 

Thüringer Allgemeine vom 08.07.2002

 

Auszeichnungen für Ascharaer Brandschützer
 

ZEHN JAHRE TREU: Jan Gläsner, Ringo Cramer und Steffen Kramer (von links) bekamen das bronzene Brandschutzehrenzeichen. Verbunden war das mit dem Wunsch, dass die drei Herren der Ascharaer Wehr noch lange erhalten bleiben. TA-Foto: M. STEINIG

ASCHARA. Ihre Feuertaufe hat die neue Tragkraftspritze TS 8 bereits kürzlich beim Pokallauf in Eckardtsleben bestanden. Ganz offiziell wurde sie am Freitagabend den Kameraden um Wehrführer Hans-Ulrich Ellenberg übergeben. Bad Langensalzas Bürgermeister Bernhard Schönau (FDP), sein Ascharaer Kollege Hans-Martin Rühl, Stadtbrandinspektor Bernd Seyffarth und Ordnungsamtsleiter Rainer Meinberg waren froh, damit "ein Versprechen einlösen zu können". Damit würden sie sich von Landrat Harald Zanker (SPD) unterscheiden, bedankte sich Ellenberg. Zanker habe vor vier Jahren ein neues Auto in Aussicht gestellt - seitdem aber nichts wieder von sich hören lassen, erinnerte der Ascharaer Feuerwehrchef.Hilfe: Die neue Tragkraftspritze wurde am Freitagabend von den Ascharaer Kameraden mit allen Details unter die Lupe genommen.

Dass der Ortsteil mit als erste Wehr die neue, 8600 Euro teure und 49 PS starke Technik bekommen habe, sei in der Struktur des Dorfes begründet. Nach Bad Langensalza und Ufhoven sei die Gefährdung innerhalb Bad Langensalzas wegen des Wohnheimes und des Gewerbegebietes am größten, schilderten Schönau und Meinberg. Aus diesem Grund werde in Kürze die Sicherheit im Ort weiter erhöht - mit dem Bau von zwei Hydranten im Oberdorf, um die bisher weiten Wege bei der Wasserversorgung zu verkürzen. 7000 Euro lasse sich die Stadt das kosten. Schönau versicherte am Freitag, dass die Verwaltung auch künftig jedes Jahr in ihren Haushalt Mittel für eine neue Spritze für die Ortsteilwehren einstellen werde.

Die Übergabe nutzten die Herren aus dem Rathaus, um drei Kameraden mit dem bronzenen Brandschutzehrenzeichen zu würdigen: Jan Gläsner, Steffen Kramer und Ringo Cramer. 25 Kameraden ist derzeit die Einsatz-, sieben die Alters- und zwölf die Jugendabteilung stark. Drei von den Nachwuchsleuten habe man kürzlich in die Einsatzabteilung aufgenommen, berichtete Ellenberg dieser Zeitung. Dank der Arbeit von Jugendwart Marco Winter sei in den vergangenen vier Jahren Kontinuität in die Sparte eingezogen, die sich nicht nur in Zahlen, sondern auch Erfolgen bei Wettkämpfen widerspiegele. Loben wollte der Wehrführer an diesem Abend auch Werner Dengler. Nicht nur weil er sich als wahrer Meister am Rost zeigte. Kürzlich in die Altersabteilung gewechselt, sei er nach wie vor von den Aktiven ein besonders Aktiver und kümmere sich beispielsweise um die Sauberkeit am und im Gerätehaus. Matthias SCHENKE.

 

Thüringer Allgemeine vom 30.03.2002

 

Stadtwerker brachten Bücherkiste nach Aschara

ASCHARA. Gleich im Doppelpack stand Donnerstag im Kindergarten "Wasserfloh" der Osterhase vor der Tür. Schwer beladen, in Gestalt von Constanze Reppin und Enrico Weber. Prokuristin die eine, Kundenbetreuer der andere, vertraten sie die Stadtwerke Bad Langensalza GmbH. Chef Wilfried Burgardt steckte im Oster-Stau. Sie hatten einen Korb voller lila Schoko-Hasen, vor allem aber eine Bücherkiste dabei. Auch die Stadtwerke beteiligten sich an der Aktion Abenteuer Buch von TA und IHK.

War das eine Überraschung! Nicht nur für die Schulanfänger. Denn alles, was Beine hatte, traf sich in ihrem Gruppenraum unterm Dach. Josie befreite den Karton vom bunten Papier, Ann-Kathrin klappte den Deckel auf. Da kamen sie zum Vorschein: "Kinderreime", "Fünf kleine Teufel", "Die schönsten Märchen", und all die anderen über 30 Bücher. Beim Auspacken war den Gästen anzusehen - sie hatten daran ebenso viel Freude wie Vivian, Philipp, Dave oder Theresa. Schon griff Constanze Reppin zum Märchenbuch, lauschten Stefanie, Johanna, Lukas der Geschichte von der Bienenkönigin.

Ein fünfköpfiges Team betreut im "Wasserfloh" 45 Knirpse. Man arbeite nach lebensbezogenem Ansatz für ganzheitliche Entwicklung, habe erst kürzlich Kneippsche Güsse ins Programm genommen, sagte Chefin Anja Krause. Sie freute sich übers Sponsoring. In den Gruppen seien Bücher so angeordnet, dass auch die Kleinsten sie erreichen können. Und als sich die Schar mit Frühlingslied und "Hänschenklein" bedankte, sangen die Stadtwerker eifrig mit.

Ihr Unternehmen ist am Illeber Weg zu Hause. Als Energieversorgung Bad Langensalza GmbH im Oktober 1992 gegründet, entstand es damals als eines der ersten Querverbund-Unternehmen zur Energieversorgung in Thüringen. Wenn die Kurstädter, aber auch Bewohner ihrer Ortsteile wie Eckardtleben, Illeben oder Zimmern, am Lichtschalter drehen, die Flammen des Gasherdes entzünden oder die Heizung aufdrehen, sind die Stadtwerke im Spiel. Übers Jahr liefert der Betrieb an rund 10 000 Haushalte, an Gewerbe- und Industriefirmen 75 000 Megawattstunden Strom. Das geschieht über ein 170 Kilometer langes Leitungsnetz. Bis auf vier Prozent liegt es im Boden.

Etwa 3500 Kunden erhalten von den Stadtwerken ihr Erdgas über ein hundert Kilometer langes Rohrnetz. Zwei Heiz-Zentralen versorgen 2650 Wohnungen der Stadt mit Wärme. Das geschieht mit Hilfe zweier mit Erdgas betriebener Blockheizkraftwerke. Die erzeugen nicht nur Fernwärme, sondern auch 15 Prozent des Energiebedarfs der Stadt. Auch sie sind Ergebnis jener 17 Millionen Euro, die der Betrieb in den letzten zehn Jahren investierte. Derzeit wird für das Turmcenter am Lindenbühl die Strom- und Gasversorgung gebaut. Zur Erweiterung des Gewerbegebietes Nord werden derzeit 260 000 Euro aufgewandt. Vor allem aber verstehen sich die Stadtwerke als Dienstleister mit Contracting, Anlagenüberwachung, Energiecontrolling, unterhalten Wartungsservice und Strörungsdienst, Beratung. Zudem plant und liefert man Anlagen zur Energieversorgung.

Die ganze Arbeit erledigen übrigens 30 Mitarbeiter. Vier Lehrlinge erhalten dort eine qualifizierte Ausbildung. Und nicht zuletzt sichert das Unternehmen Arbeitsplätze in manchem Kleinbetrieb und - das Erwirtschaftete kommt den Bürgern der Stadt durch immer bessere Infra-Struktur zugute. Monika ZOLLVER

Thüringer Allgemeine vom 08.03.2002

Asylbewerber: Etappenweiser Umzug vom Stadtwald nach Aschara

MÜHLHAUSEN/ASCHARA. Es hatte sich so einiges angesammelt. Nicht nur an Anziehsachen, die in blauen Plastesäcken und in Taschen verstaut wurden. Auch an sperrigen Gütern. Die allerdings passen nicht in die Busse, die die knapp 400 Asylbewerber aus der Landesgemeinschaftsunterkunft am Mühlhäuser Stadtwald nach Aschara bringen. Sie werden später abgeholt.

Gestern morgen, kurz vor zehn, rollten das vierte Mal binnen zweier Wochen zwei Busse vom Gelände der Unterkunft. Ohne viel Aufsehens und ohne Gezeter gingen die 50 Leute, meist Einzelpersonen, auf die Reise nach Aschara. Die Familien sind bereits in diesem Bad Langensalzaer Ortsteil. Mehr als 50 Leute könne man am Tag nicht umziehen lassen, sagt Brunhilde Kier, die Objektleiterin in Mühlhausen. Dafür sei der Verwaltungsaufwand zu hoch.

Wie viele Leute eigentlich zur Gemeinschaftsunterkunft gehören, konnte Frau Kier nicht sagen. Etwa 400 mögen es sein, viele kommen jetzt erst wieder zurück, waren verreist oder irgendwo untergetaucht. Etwa 20 Nationalitäten wohnten auf dem Gelände am Rande der Stadt: Palästinenser neben Irakis, Chinesen neben Vietnamesen, Weißrussen neben Libanesen und Türken. In den vergangenen zwei Jahren sei das Klima besser geworden, meint Brunhilde Kier. Man kennt sich, akzeptiert sich, hat bereits in Jena, wo alle in der Erstaufnahmeeinrichtung wohnten, erste Kontakte geknüpft. Dort wurden dann auch traditionell verfeindete Nationalitäten getrennt. Ruhe herrschte am Stadtwald nicht immer. Mitte der 90er Jahre, als das Gebäude Erstaufnahme-Einrichtung war und 600 Menschen unterschiedlicher Weltanschauung miteinander auskommen mussten, waren Auseinandersetzungen weit häufiger.

Etwa zwölf Kinder wurden in jedem Jahr geboren. Auch gestern musste wieder ein Kinderwagen im Bus verstaut werden. Bis zu 100, vom Säugling bis zum Jugendlichen, wohnten in Spitzenzeiten gleichzeitig dort.

Im April 1992 wurde das Gelände vom Bundesvermögensamt gemietet. Im Sommer kamen dann die ersten Asylsuchenden. Sie zogen aus Georgenthal nach Mühlhausen. "Da zogen bis zu 150 Menschen am Tag ein. Die haben wir dann erstmal in den Speiseraum gesetzt und dann die Zimmer und die Bettwäsche verteilt", erinnert sich Frau Kier an die Aktion, die bis in den späten Abend ging. Den Titel einer "Erstaufnahmeeinrichtung" erhielt die Unterkunft dann zum 1. April 1993. Seit dem 1. April 2001 war sie nach den Weggang des Bundesamtes dann wieder Gemeinschaftsunterkunft. Heute gehört das Gelände der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG). Was aus dem Gelände nach dem 1. April werden soll, war gestern bei der LEG nicht in Erfahrung zu bringen.

Viele der etwa 40 Mitarbeiter haben seit 1992 in der Unterkunft in Mühlhausen gearbeitet. Bis auf wenige Ausnahmen bedeutet der Umzug der Ausländer nach Aschara für sie den Schritt in die Arbeitslosigkeit.

Auch für Firmen in der Umgebung fällt ein wichtiger Abnehmer weg. So kamen aus Pöthen täglich gut 300 Mittagessen. Claudia BACHMANN

 

Thüringer Allgemeine vom 26.02.2002

Von einer Überraschung und den Stadtmusikanten

Wasserflöhe sagten Grundschule Danke fürs Miteinander

 

ASCHARA (mz). Mit ihren kurzen Beinen erklommen Tom, Ann-Kathrin, Nikolai und ein ganzer Sack Flöhe aus dem Thepra-Kindergarten gestern die Stufen der Grundschule. Selbst gebastelte Bonbon-Männchen hatte "Wasserfloh"-Chefin Anja Krause im Gepäck. Man komme völlig unangemeldet, war zu hören, wolle Birgit Giest und ihre Gruppe überraschen. Die lade den Kindergarten Jahr für Jahr zur Theaterstunde ein. Überhaupt pflege man mit der Schule ein enges Miteinander. Einmal die Woche stehe die Turnhalle den Jüngsten offen. "Kleine Geschenke erhalten schließlich die Freundschaft."

Doch der Buschfunk hatte längst die Trommel gerührt. Die Zappelschar wurde von Schulleiterin Bärbel Masurek willkommen geheißen. Die Puppenbühne war aufgebaut. Musiklehrerin Birgit Giest, ihre elf Chorkinder und die selbst gebauten Stabpuppen lauerten längst auf die Wasserflöhe. So erlebten die Knirpse erneut die Bremer Stadtmusikanten. Begeistert verfolgten sie, wie sich Esel Langohr, der Hunde-Vagabund, die getigerte Katze und Hahn Rotkopf zum Quartett fanden, wie ihr Gesang die Räuber vertrieb und sie im Waldhaus ein Zuhause fanden. Bei der musikalischen Zugabe sangen auch die kleinen Gäste mit. "Spaß muss es machen, dann kann man auch begeistern", lächelte Birgit Giest. Sie und ihre Neun- bis Zehnjährigen halfen den Kleinen wieder in Jacken und Mützen und die hohen Stufen hinab.

 

Thüringer Allgemeine vom 23.02.2002

Zusage liegt vor

Aschara (ske). Zur Sicherheitskonferenz zum Asylbewerberheim Aschara trafen sich gestern in der Bad Langensalzaer Polizeidirektion Vertreter der Stadt- und Kreisverwaltung und Ascharas Ortsbürgermeister, Hans-Martin Rühl. Der versicherte, dass wie gefordert, die Polizei in der Zeit der Neubelegung präsent sein werde. Erwartet würde in den nächsten Tagen Vorschläge der Gewerbetreibenden zur Sicherheit im Ort. Rühl sagte weiter, dass mittlerweile, von Bürgermeister und Landrat unterschrieben, ein Schreiben vorliege, dass die Belegung mit Asylbewerbern nur bis zum 30.Juni 2003 erfolge. Ein gleich lautender Brief aus dem Thüringer Innenministerium werde in diesen Tagen erwartet.

 

Thüringer Allgemeine vom 20.02.2002

Keine Gäste ab 2003

Aschara (ske). Spätestens am 1. März soll die schriftliche Zusage vorliegen, dass ab Juli 2003 keine Asylbewerber mehr ins Dorf kommen. Das sei am Montag am Rande der Kreisausschutzsitzung besprochen worden, berichtete Landtagsabgeordneter Volker Pöhler (CDU) dieser Zeitung. Wenn die Zusicherung vom Kreis und der Stadt Bad Langensalza unterschrieben ist, will er sich in Erfurt um eine schnelle Unterschrift im Innenministerium kümmern. Zugestimmt habe nun auch der Eigentümer, dass am Heim Kinderspielgeräte aufgestellt werden.

Thüringer Allgemeine vom 05.02.2002

Auf Visionen des Vaters aufbauen

AUF BEWÄHRTEM AUFBAUEN: Karsten (links) und Jürgen Werner haben im Ascharaer Baugeschäft Heinz Werner das Zepter übernommen. Standbeine des Unternehmens sind Tiefbau, Außenanlagen, Abriss und Recyclingpark. TA-Foto: A. ZIMMER

 

ASCHARA. "Unser Vater war eine Persönlichkeit und hat in der Öffentlichkeit Maßstäbe gesetzt. Die zu erreichen, wird sehr schwer sein." Karsten und Jürgen Werner, die zwei neuen Geschäftsführer vom Baugeschäft Heinz Werner, geben sich in diesem Punkt keinen Illusionen hin. Vertrauen möchten sie aber bekommen - und sind in dieser Frage recht optimistisch. Viele Partner, beispielsweise Stadtverwaltung oder die Adib-Gruppe, hätten dem Versprechen der Unterstützung in den letzten Monaten auch Taten folgen lassen. Das habe Mut gemacht und dieses Vertrauen möchte man nicht aufs Spiel setzen.

Am Leitspruch des Unternehmens wurde nichts geändert. "Gute Leute, gute Technik, gute Arbeit." Darauf habe der "Chef" immer viel Wert gelegt - und bei der Arbeit konnten die beiden Bauingenieure Karsten und Jürgen Werner schon immer mitreden. Karsten als Praktiker, Jürgen mehr als Buchhalter. Was bleibt, sind auch die Farben Gelb und Blau, an denen Unternehmen und Technik schon von weitem zu erkennen sind. Nicht zufällig habe der "Chef" auf das einheitliche Erscheinungsbild besonders viel Wert gelegt.

Vom Chef ist im TA-Gespräch im Übrigen mehr als einmal die Rede: Heinz Werner, der am 12. September vorigen Jahres gestorben war, ist in Familie und Unternehmen nicht vergessen. Probleme bei der Nachfolge habe es nicht gegeben. Im Vorfeld sei die geregelt gewesen, weil die Übergabe eh im kommenden Jahr, zum 65. des "Chefs", angestanden habe. Seine fünf Kinder und seine Witwe, Anita Werner, sind Gesellschafter. Auf den geschäftlichen Visionen von Heinz Werner möchten die Söhne aufbauen. Dass das Unternehmen auf drei Standbeinen stehe, sei der größte Pluspunkt. Jahreszeitliche und konjunkturelle Schwankungen ließen sich so besser ausgleichen, ein Heuern und Feuern beim jetzt 60 Leute starken Personal im Frühjahr und Herbst habe es nie gegeben, sagten Jürgen und Karsten Werner. Neben dem Tiefbau und der Gestaltung von Außenanlagen machten Abriss und der Recyclingplatz einen großen Teil bei den Aufträgen aus. Das richtige Gespür habe Heinz Werner hier gehabt, als er sich diesem Sektor verstärkt widmete. Bei den größeren Arbeiten würden derzeit der Abriss eines Erfurter Hallenbades und der Ex-Leichtmetall in Bad Langensalza sowie Tiefbau und Außenanlagen des künftigen Turmcenters in der Kurstadt auf dem Programm stehen. Deutlich zu erkennen sei der Trend, dass immer weniger Groß-, dafür aber mehr Kleinaufträge in den Büchern stehen. Flexibler müsse man hier sein, weil organisatorisch mehr verlangt werde.

Nichts ändern werde sich auch beim sozialen Engagement. Die Vereine im Süden könnten weiter auf das Baugeschäft bauen. Nicht nur mit finanziellen, sondern oft mit materiellen Leistungen. Auch in diesem Punkt denken Karsten und Jürgen Werner nicht anders als ihr Vater Heinz. Matthias SCHENKE

 

Thüringer Allgemeine vom 01.02.2002

Belegung nur bis Juni 2003

Nach zwei Gesprächen, die Landrat Harald Zanker (SPD) und Bürgermeister Bernhard Schönau (FDP) mit Gewerbetreibenden und Ortschaftsrat zur Zukunft des jetzigen Spätaussiedlerheimes in Aschara geführt hatten, waren am Mittwochabend die Einwohner zu diesem Thema eingeladen. Das Bürgerhaus "Zur Wiese" war bis auf den letzten Platz besetzt. Neben Schönau und Zanker hatten Ortsbürgermeister Hans-Martin Rühl, der Leiter der Bad Langensalzaer Polizeiinspektion, Wolfgang Hütten, und Innenstaatssekretär Manfred Scherer im Präsidium Platz genommen, um die, so Schönau, "berechtigten Forderungen der Ascharaer nach Informationen" zu erfüllen. Bekanntes wurde wiederholt, zu den vertraglichen Zwängen, den Forderungen des Thüringer Rechnungshofes nach einer Belegung entsprechend der Mindestzahl und zum Ende des Vertrages am 30. Juni 2003. Zanker wiederholte nochmals das Versprechen, dass danach definitiv keine Asylbewerber mehr nach Aschara kommen. Bis dahin, und ab Mitte dieses Monates, lasse sich das aber nicht vermeiden. Entsprechend der Mindestbelegung mit maximal 496 Personen, was auch Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) den Gewerbetreibenden vor einigen Wochen in einem Brief versichert hatte. Möglichst viele Familien und wenig Einzelpersonen sollen dabei nach Aschara kommen.

Foto: Jörg Medenbach

Enttäuscht war Anni Götzl von diesen Aussagen. Die Sprecherin der Bürgerinitiative brachte das unter dem Beifall der Ascharaer auf den Punkt, was auf den Nägeln brennt: Dass Landrat und Innenminister Entscheidungen über die Köpfe der Leute hinweg treffen, was "keine demokratische Verfahrensweise" sei. Weder Stadtverwaltung noch Ortschaftsrat, schon gar nicht die Bürger seien einbezogen worden. Und: "Es geht heute nicht um das Heim, sondern um uns", stellte sie klar. Zu spät sei man informiert worden, daraus resultiere das Misstrauen, aus dem Angst, ja sogar Wut geworden sei. Nicht einverstanden sei man damit, dass der Einwohnerzahl eine gleich große von Asylanten gegenüberstehe.

Zwei Aussagen entspannten die Lage am Mittwoch dann deutlich: Schriftlich wollen Zanker, Schönau und Scherer das Versprechen formulieren, dass ab Juli 2003 in das Heim keine Asylbewerber mehr kommen. Beruhigen konnte auch Hütten, der umfangreiche "Schutzmaßnahmen" der Polizeiinspektion zusicherte. "Ich verspreche, dass wir darauf vorbereitet sind." Hütten selbst will Ansprechpartner bei allen Problemen sein und schlug vor, in wöchentlichen Runden zum Thema zusammenzukommen. Mit Ortsbürgermeister und einem Vertreter der Bürgerinitiative. Die Polizei sei aber nur ein Teil des Sicherheitskonzeptes: Sicherheitsdienst, Stadt- und Kreisverwaltung und die Gewerbetreibenden seien hier ebenso eingebunden. "In die Pflicht genommen sind jetzt die Verantwortlichen", zog Schönau das Fazit. Im letzten Monat der Betreibung sollte man wieder zusammenkommen, um gemeinsam das Fazit zu ziehen, schlug er abschließend vor. Landtagsabgeordneter Volker Pöhler (CDU) wollte bei der ganzen Debatte den Faktor Menschlichkeit nicht außen vor lassen.

Anni Götzl bedankte sich schließlich bei den CDU-Landtagsabgeordneten der Region, die sich mit um die Präsenz von Scherer gekümmert hatten. Und Torsten Heyer werde ab sofort die Interessen der Bürger nach außen vertreten, sagte sie gegenüber dieser Zeitung. Matthias SCHENKE

Thüringer Allgemeine vom 16.01.2002

Pferde genießen Winterwetter

 

Wiegleben, Auch die Pferde genießen das prächtige Winterwetter: Auf den Wiesen der Ascharaer Landwirtschafts GmbH in Wiegleben tummeln sich zur Zeit zehn Pensionspferde auf der Winterweide. Rainer Ißleib freut sich jeden Tag über die quicklebendigen, gesunden Vierbeiner. TA-Foto: M. STEINIG

Weinenden und lachenden Auges

ASCHARA (mz). Nach einigen Tagen daheim betrat sie gestern wieder "ihren" Kindergarten. 35 Jahre lang hatte sie, Ingeborg Dengler, hier das Sagen. "Wasserfloh" haben sie das Haus getauft und es sich zur Tradition gemacht, den Flohbrunnen nebenan mit den Kindern zu schmücken. Die Beklommenheit steht ihr im Gesicht. Am meisten fürchte sie das Abschiedsfest, hatte sie dereinst gesagt. Und doch ist sie sich sicher: Der Schritt in den Ruhestand ist der richtige.

Noch einmal hockt sie auf einem der winzigen Stühle. Alle Knirpse sind da, die Kolleginnen und jene, die sie einst in die Rente verabschiedet hatte. Und nicht mehr sie begrüßt die Gäste, sondern Anja Krause, erst Stellvertreterin, nun Nachfolgerin. Anke Winterberg, Andreas Winter vom Elternbeirat und dessen Sprecher Torsten Heyer sind auszumachen. Und dort ist Burkhard Haun. Der gehörte zu den ersten Schulanfängern, die unter ihrer Obhut den Kindergarten verließen. Sie drückt die Hand von Ortsbürgermeister Hans-Martin Rühl. Der hofft auch künftig auf sie im Ortsbeirat. Brigitte Tschiche von der Thepra spricht. Die hatte ihr damals die Geschäfte übergeben, erwartet sie jetzt in der Seniorengruppe.

Wie recht sie doch hat: Viele Höhen und Tiefen hat sie im Kindergarten durchlebt. Als der morsche Fußboden durchbrach oder als man Klos mit Wasserspülung bekam. Sie erinnert sich noch allzu gut an den Umbau nach der Wende und den Ärger davor mit dem Land oder als "ihre" Einrichtung in Regie der Thepra kam. Als wäre es gestern gewesen steht ihr der Trubel beim Ausbau des Dachbodens oder die Gestaltung des Gartens samt Rollerwegen vor Augen. Und durchgestanden haben es sie und ihr Team, als auf einen Schlag 13 Kinder aufgenommen werden wollten. Verflixt, wenn man nah am Wasser gebaut hat!

Saskia, Felix, Johanna, Valentin und die anderen können wunderbar singen und rezitieren. Sie nimmt Geschenke entgegen, packt mit den Kindern aus, erhält von jedem eine Rose, stößt mit Sekt und Kinderbowle an. "Alle sagen, was sie von mir erwarten. Was ich möchte, fragt keiner", meint sie später. Und sie denkt an´s Wandern, Radeln, Schwimmen oder ans Beobachten der Vögel.

Thüringer Allgemeine vom 12.01.2002:

Massive Forderungen nach mehr Informationen

ASCHARA. Eine Einwohnerversammlung zum geplanten Asylantenheim (TA berichtete mehrfach) findet am 31. Januar, 19 Uhr, im Bürgerhaus "Zur Wiese" statt. Das ist ein Ergebnis der erneuten Runde, zu der Landrat Harald Zanker (SPD) am Donnerstagabend Gewerbetreibende und Ortschaftsrat eingeladen hatte. Und: Damit ist eine der wesentlichen Forderungen erfüllt, die weit über 100 Ascharaer vor dem Versammlungslokal massiv vom Landrat einforderten. Es könne nicht sein, dass nur ein kleiner Teil der Bürger Informationen aus berufenem Mund bekomme - die große Mehrheit aber außen vor bleibe, sagte die Sprecherin der Bürgerinitiative, Anni Götzl. Sie erinnerte zudem an die Unterschriftenliste, die die Gruppe an Zanker zum Thema geschickt habe. Größter Kritikpunkt: Mit der geplanten Ausquartierung der Spätaussiedler und der Belegung ab Mitte Februar stünden dann rund 500 Asylbewerber ebenso vielen Einwohnern gegenüber - bei schlechter Infrastruktur. Dass es zur Belegung Verträge gebe sei die eine Seite der Medaille - dass man Verträge ändern könne, die andere. Darüber hinaus gebe es Protokolle, die den Zuzug von Asylanten ausschlössen. Mit anders lautenden Aussagen würden die Politiker jetzt unglaubwürdig.

Anni Götzl machte zudem Forderungen auf, die nicht in Zankers Aufgabenbereich fallen: Generell sollten Asylverfahren beschleunigt werden und mehr die Einhaltung der Menschenrechte in der Welt gefordert werden. "Nicht würdevoll und niveaulos für Aschara" war für Zanker die nicht angekündigte Demonstration, was den lautstarken Unmut der Gekommenen hervorrief. Wortgefechte dominierten, für die sich der Landrat vor dem Ortschaftsrat dann in aller Form entschuldigte. Einig war er sich mit den Bürgern, dass zur Versammlung am 31. Januar ein Vertreter des Thüringer Innenministeriums eingeladen werden soll. Sowohl Bad Langensalzas Bürgermeister, Bernhard Schönau (FDP), als auch die Bürgerinitiative wollen entsprechende Briefe nach Erfurt schicken.

In der Versammlung berichtete Zanker über Bekanntes und neue Details: So werde eine zertifizierte Sicherheitsfirma die Kontrolle am und im Heim übernehmen. Mit Videoüberwachung, kompletter Ein- und Auslasskontrolle und ständigen Kontrollgängen. Der Rettungs- und Brandschutz werde von Bad Langensalza aus koordiniert, spezielle Pläne sollen erstellt werden. Schönau kündigte zudem an, dass während der Belegung bis 30. Juni 2003 ein Ordnungshüter der Stadt ständig in Aschara einen Dienstposten beziehe. Geplant, jetzt aber noch nicht spruchreif seien Sicherheitsmaßnahmen von den ortsansässigen Gewerbetreibenden.

Noch nicht geklärt ist die Zukunft der Polizei in Bad Langensalza. Die Forderung sei aufgemacht, bis 30. Juni 2003 die Stelle als Inspektion zu lassen, sagten Zanker und Schönau. Darüber werde bis Ende des Monats das Innenministerium eine Entscheidung zu fällen haben. Ausdrücklich und mehrfach sicherte der Landrat zu, dass eine Belegung nach dem 30. Juni 2003 nicht in Frage komme, weil die Ausschreibung vom Kreis so formuliert würde, dass Aschara wegen der Infrastruktur keine Rolle spielen könne.

Unterschiedliche Meinungen gab es schließlich in der Versammlung zum eigentlichen Fakt. Dr. Karl-Heinz Bodenstein forderte, endlich klar und deutlich zu sagen, dass es zur Belegung komme und es dazu keine Alternative gebe. Ingo Winterberg will den Glauben an den Staat und die Demokratie nicht aufgeben und sieht schon Möglichkeiten, dass die Bürger die Entscheidung noch kippen könnten. Er - und Zanker - wollen in der Versammlung auch die vier Landtagsabgeordneten der Region, alle von der CDU, sehen. Wenn es denen gelinge, den Willen der Bürger umzusetzen - dann hätte die CDU in Aschara ein 100-prozentiges Wahlergebnis verdient, sagte Zanker. Matthias SCHENKE

Thüringer Allgemeine vom 7.12.2001:

Sicherheitskonzept gefordert

ASCHARA. "Meinungen austauschen und Verständnis für eine schwierige Situation erreichen." Das hatte sich Landrat Harald Zanker (SPD) am Mittwochabend vorgenommen. Vor den Gewerbetreibenden und dem Ortschaftsrat legte er die Karten für die künftige Nutzung des derzeitigen Spätaussiedlerheims auf den Tisch.

Ab Mitte Februar verlassen dort Schritt für Schritt die jetzigen rund 200 Bewohner Richtung Mühlhausen das Haus - und im Gegenzug kommen 400 ausländische Flüchtlinge, die sich um ein Asyl in Deutschland bemühen. Befristet ist diese Belegung bis 30. Juni 2003. Danach, versicherte Zanker mehrmals "ganz klar und deutlich", habe der Kreis "kein Interesse" daran, dass in das Gebäude am Ortseingang weiter Asylbewerber kommen. Keineswegs wegen Ausländerfeindlichkeit, sondern wegen der Infrastruktur des Ortes. 400 Flüchtlinge stehen 540 Einwohnern gegenüber, die Verkehrsanbindung sei schlecht, jede Verwaltung fehle in Aschara.

Dass der Kreis der Lösung ab Februar zustimmen musste, habe zwei Gründe: Zum einen sehen die noch vom Altkreis Bad Langensalza geschlossenen Verträge auch die künftige Art der Belegung vor. Das Land Thüringen dringe jetzt auf eine Mindestbelegung. Anders lautende mündliche Vereinbarungen spielten hier keine Rolle, zumal an die sich auch keiner mehr erinnern könne. Sollte der Kreis auf der anderen Seite von seinem Hausrecht Gebrauch machen und sich gegen die Aufnahme sperren, müsste er den Ausgleich dafür bezahlen. 150 000 Mark wären das jeden Monat, die man nicht habe - und deren Verwendung für diesen Zweck bei anderen Kommunen garantiert keine Zustimmung finden würde.

Eine gemischte Belegung mit Spätaussiedlern und Asylanten schloss Zanker aus. Zu unterschiedlich seien deren Rechte, was bei einer gemeinsamen Unterkunft zwangsläufig zu Konflikten führen werde.

Auf die genannte besondere Situation in Aschara habe Zanker in einem Gespräch Thüringens Innenminister Christian Köckert (CDU) aufmerksam gemacht. An dem nahm auch Bad Langensalzas Bürgermeister, Bernhard Schönau (FDP), teil. Festgelegt wurde da, dass in das Heim verstärkt Familien aufgenommen werden, sechs Sozialarbeiter die Betreuung übernehmen und der Wachschutz verstärkt wird. Zudem soll die Zahl der Polizeikräfte in Bad Langensalza aufgestockt werden. Egal, ob die dann in einer Polizeistation oder -wache stationiert sind. Diese Zusagen werde man "einfordern", gab sich Zanker kämpferisch.

Genau in diesem Punkt hakte die Runde ein. Dem Schutz der Bürger und des Gewerbegebietes komme besondere Bedeutung zu. Und mit Versprechen will man sich hier nicht zufrieden geben. Aus den Erfahrungen könne man schon jetzt Beispiele aufzählen, bei denen die Zusammenarbeit mit der Polizei nicht geklappt habe. Mit der neuen Situation habe man sich mehr oder weniger angefreundet, ändern könne man sie nicht, warf Dr. Klaus Kliem in die Debatte ein. "Keiner ist gegen Ausländer, alle wollen aber Sicherheit", sagte er. Kreis und Land wären hier gefordert. Definitiv und schriftlich verlangte er ein Sicherheitskonzept mit konkreten Zahlen bei der Polizeipräsenz und die Zusage, dass das Haus ab Juli 2003 kein Asylbewerberheim mehr ist. In der ersten Januarwoche soll Zanker dazu vor der gleichen Runde wieder berichten. Matthias SCHENKE

Thüringer Allgemeine vom 6.10.2001:

Wortwahl soll Nachspiel haben

Kompromiss zum Wohnheim angekündigt

Aschara(ske). Ein "Kompromiss" zur Belegung des Wohnheims ist in Sicht. Das sagte Landrat Harald Zanker (SPD) gegenüber dieser Zeitung nach einem Gespräch, das er in dieser Woche mit Vertretern des Thüringer Innenministeriums und des Landesverwaltungsamtes geführt hat. In das Heim, in dem bisher Spätaussiedler und jüdische Kontigentflüchtlinge untergebracht sind, sollen nach Vorstellungen des Landes jetzt auch ausländische Flüchtlinge kommen. "Vorzugsweise Familien", wie es in einer Pressemitteilung aus dem Innenministerium hieß. Nur so werde die Mindestbelegungsgarantie erreicht. Bad Langensalzas Bürgermeister Bernhard Schönau (FDP) sieht im Zusammenleben der Personengruppen Probleme und ist verärgert, dass in die Verhandlung bisher die Stadtverwaltung nicht einbezogen wurde.

Über Einzelheiten des Gesprächs wollte Zanker jetzt noch keine Aussage treffen. Er warte erst aus die schriftliche Bestätigung der getroffenen Vereinbarung. Damit rechne er für die kommende Woche. Danach will er umgehend die Presse informieren. Noch im Oktober soll zudem eine Einwohnerversammlung (am 7.10.2001, 17:00Uhr im Bürgerhaus "Zur Wiese") in Aschara stattfinden, sicherte der Landrat zu.

 Thema des Treffens in dieser Woche war auch die Äußerung von Andreas Karmrodt. Der Sprecher des Innenministers hatte Zanker in einer Pressemitteilung unterstellt, dass er ausländischen Flüchtlinge als "Schmuddelkinder" ansehe. Das, so der Landrat, werde ein "Nachspiel" haben. Er empfinde das als "Affront" gegen sich und die Arbeit seiner Behörde. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Karmrodt werde gegenwärtig geprüft. Vom Verhalten des Pressesprechers habe sich das Ministerium distanziert, sagte Zanker. Trotzdem verstehe er nicht, dass der Minister keine Konsequenzen gezogen habe, zumal Karmrodt ein derartiges "Niveau" schon öfters an den Tag gelegt habe.

Auch Bernhard Schönau ist über die Wortwahl Karmrodts "mehr als befremdet". Er habe nicht glauben wollen, dass ein Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums "ausländische Flüchtlinge so tituliert und dies sogar noch einer anderen Person unterstellt".

Thüringer Allgemeine vom 6.01.2000:


Traditionen pflegen und Kultur organisieren

Dorfverein Am Weißbach soll als Dachverband fungieren

Aschara. Neu war die Idee nicht, andere Dörfer wie Illeben oder Wiegleben hätten es vorgemacht: Seit drei Jahren reden wir schon über einen Heimatverein, Ende November haben wir Nägel mit Köpfen gemacht und ihn endlich gegründet, sagten gestern bei einem TA-Besuch Vorsitzender Ingo Winterberg und Pressesprecher Volkmar Winter. Die Zeit war einfach reif, und schon Anfang Dezember erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister unter dem offiziellen Namen Ascharaer Dorfverein am Weißbach. Mit im Vorstand sind noch Sandra Haun, Enrico Gruhl und Rainer Dornheim. Eine gesunde Mischung alter und junger Leute, wie Winter meint, die sich auch bei den übrigen Mitgliedern widerspiegele. Von 16 bis 63 reiche da die Spanne. Gestaltung des dörflichen Lebens, Organisation von kulturellen Veranstaltungen und Pflege der traditionellen Bräuche und Einrichtungen habe sich der Verein im Wesentlichen auf die Fahnen geheftet. Kirmes, Feuerwehr-, Kinder-, Schwemm- oder Rentnerfest, Setzen des Maibaumes, die Veranstaltungen auf der Wiese oder die Regie für einen Teil des Kulturprogrammes zum Gewerbefest schweben Winter und Winterberg hier vor. Die Dorfchronik, an der Anni Götzl seit Jahren intensiv arbeitet und die irgendwann einmal vollendet und veröffentlicht werden soll, oder die Unterstützung des Freizeitchores der älteren Ascharaer fielen ihnen weiter spontan ein. Das heißt aber nicht, dass wir uns Arbeit an Land ziehen wollen, die bisher die einzelnen Gruppen gemacht haben. Sie sollen weiter wie bisher selbstständig arbeiten und ihre Feste vorbereiten, nur als Dachverband will der Dorfverein auftreten, in dem aus fast allen Komitees des Ortes schon Vetreter die Mitarbeit signalisiert hätten. Gerade in puncto Organisation, sei es bei der Genehmigung von Veranstaltungen oder beim komplizierten Thema Steuern und Spenden, denken wir, dass Hilfe gern angenommen wird. Und das immer unter dem Grundsatz der Freiwilligkeit. Auf noch einen Punkt machten die zwei Vorständler aufmerksam: Eine Lobby könne dem Ort nicht schaden, oder, da wo man sich engagiert, gibt es auch mehr Unterstützung von Stadt und Kreis. Der nächste Schritt müsse deshalb sein, die Gemeinnützigkeit zu beantragen und die Arbeit noch mehr in die Breite zu bringen. Alle, die sich interessierten, sind zu nächsten Sitzung am Freitag, 14. Januar, 20 Uhr, in das Hotel Ortris eingeladen.

Matthias SCHENKE

 

Um einen der folgenden Zeitungsartikel lesen zu können einfach anklicken !!!

Thüringer Allgemeine vom 9.04.2001 :

Wiese_9.4.2001.jpg (132730 Byte)

Thüringer Allgemeine vom 11.05.2000:

Thüringer Allgemeine vom 01.02.2000:

Thüringer Allgemeine vom 29.01.1999:

Thüringer Allgemeine vom 12.09.1998:

Thüringer Allgemeine vom 14.09.1998:

Thüringer Allgemeine vom 04.08.1997:

Thüringer Allgemeine vom 09.09.1996 :

Thüringer Allgemeine vom 06.09.1996:

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Berichte aus alten Tageszeitungen

 

DAS VOLK vom 27.Februar 1987

 

DAS VOLK vom 08.März 1978

 

DAS VOLK vom 22.Oktober 1974

 

Die LPG DAS VOLK in Aschara legte zu Ehren des 25. Jahrestages der DDR eine hervorragende Bilanz über die Ergebnisse ihres sozialistischen Wettbewerbs auf den Geburtstagstisch der Republik. Mit einem Mehr von 1000 dt Schweinefleisch und 2300 dt Milch werden die staatlichen Planaufgaben weit überboten. Die Ascharaer halten mit ihren "Geheimnissen" auch gar nicht hinter dem Berg. Mit der weiteren Intensivierung der Pflanzenproduktion, durch Anbauerweiterung energie- und eiweißreicher Kulturen wurden die Hektarerträge und die Leistungen der Tierbestände planmäßig gesteigert. Andererseits wurden durch 800 Sommermastplätze zusätzliche kostengünstige Produktionsmöglichkeiten geschaffen.

 

Vor einiger Zeit weilte eine Delegation polnischer Genossen in unserem Kreis. Mit großem Interesse nahmen sie Einrichtungen unserer sozialistischen Landwirtschaft in Augenschein. Auf unserem Bild sehen wir sie gemeinsam mit dem 1. Kreissekretär, Genosse Willi Thieme, und anderen leitenden Genossen bei einem Besuch der LPG "Das Volk" Aschara. Diese Genossenschaft zeichnet sich bekanntlich durch besonders große Leistungen auf dem Gebiet der Schweinefleischerzeugung aus. In diesem Jahr werden, bei einer Jahresproduktion von 27 500 dt, ja Hektar 17,67 dt Schweinefleisch produziert.

 

DAS VOLK vom 20.Februar 1970

 

DAS VOLK vom 21.März 1970

 

DAS VOLK vom 16.April 1970

Stahlwasserturm für Aschara

Ungarische Monteure des Außenhandelsunternehmens Nikex errichteten gestern in der Gemeinde Aschara im Kreis Bad Langensalza den ersten freistehenden Stahlwasserturm in der DDR. Der 24 Meter hohe und 100 m³ fassende Turm des Typs Aquaglobus AK 100-18 ist der erste von 6 derartigen Anlagen, die in diesem Jahr in unserem Bezirk errichtet werden. Wie wir vom Chefingenieur Imre Lehoczky erfuhren, wird er mit seinen drei Brigaden im Auftrag des VEB Wasserversorgung und Abwasserbehantlung Erfurt freistehende Stahlwassertürme in Schönstedt, Obertrebra, Bernterode, Griefstedt und Neustadt montieren und errichten und damit ein jahrelanges Wasserproblem in diesen Gemeinden lösen helfen. Da diese Türme unabhängig von Geländeerhebungen sind, können sie in unmittelbarer Nähe der zu versorgenden Einrichtungen gebaut werden und bedürfen nur kurzer Zuleitungen. In Verbindung mit automatisch betriebenen Pumpstationen ergibt sich ein äußerst rationeller Energieverbrauch. Die LPG "Das Volk" des Ortes, die sich in der Kooperationsgemeinschaft Süd Bad Langensalza auf die Schweinemast spezialisiert, wird noch in diesem Jahr an das Netzt angeschlossen. In einem Initiativprogramm wollen Gemeinde, LPG und VEB Wasserversorgung schrittweise die gesamte zentrale Wasserversorgungsanlage Aschara fertigstellen.

 

DAS VOLK vom 29.April 1970

Sind wir optimistisch! Wenn eine in diesem Jahr immer noch so selten strahlende Frühlingssonne die Monteure bei der Krönung ihres großen Werkes begleitete, ja wenn sie selbst auf die Minute genau die Seilwinde anwarfen, um den Koloss eines Wasserturmes gen Himmel zu hieven, dann sollten wir es als ein gutes Omen deuten, dass nun auch die nachfolgenden Arbeiten für die Wasserversorgung des Dorfes und des Stallgeländes der LPG "Das Volk" Aschara nicht mehr lange auf sich warten lassen. Davon wurde auf dem Bauplatz viel gesprochen. Wohl das ganze Dorf war oben auf der Straße versammelt, um diese echte Sensation für Aschara mitzuerleben. Noch lag das Ungetüm schwerfällig am Boden. Kurze Kommandos - und die Seilwinde begann ihr monotones Lied. Der Turm stieg langsam empor. Präzise Arbeit der Monteure, die ihre eigene ungarische Sprache sprachen, die dem aber sofort verständlich wurde, der die Phasen des Aufstiegs gut beobachtete. 28 Minuten wurden privat gestoppt, da stand der Turm in ganzer Größe und Schönheit. Ich hörte Worte der Bewunderung, der Freude, des Stolzes, des Dankes und der Erwartung. Diesmal sehr gut verständlich, denn es waren die Ascharaer, die sie sprachen, und die Pioniere, die sie sangen. Dann ging es zurück ins Dorf. Ein langer Zug, nicht formiert, dennoch aber eine freudige Demonstration für ein Ereignis, an das nun die Ascharaer viele gute Hoffnung knüpfen.

Aschara hat ein neues Wahrteichen. Einige technische Daten ließ ich mir sagen: 24 Meter hoch, davon 18 Meter Schaft, 6 Meter Kugel mit 100 m³ Inhalt. Bis jetzt erst- und einmalig im Bezirk Erfurt.

Unten in der Schenke trafen sich mit den ungarischen Spezialisten die Gemeindevertreter, der Rat, Genossenschaftsbauern und Bürger zum kleinen Umtrunk, wie bei einem Richtfest üblich. Aber es waren auch wertvolle Minuten, weil die Dorfväter sogleich darüber berieten, was nun zu tun ist. Der Turm war nur der erste Schritt. Jetzt sind noch Bohrungen für das Wasser und die Anschlussleitungen für Dorf und Wirtschaftsanlagen der LPG notwendig. Lassen wir die Worte des LPG-Vorsitzenden Heinz Werner für alle gelten: "Unsere Wassersorgen sind groß. Wir haben hohe Produktion geplant. Doppelte Mengen verlangen doppelt Wasser. Wir helfen gern mit unserer Technik, damit bald Wasser aus der silbernen Kugel fließen kann."

Solche Bereitschaft hat schon Berge versetzt und Einsicht geweckt, mit Unterstützung der Räte des Bezirkes, des Kreises, der Wasserwirtschaft und der LPG zum Ziele zu kommen: Genug Wasser, damit das Eimerschleppen und die Fassversorgung der Ställe bald der Vergangenheit angehören. Die Ascharaer machen mit !                                                                                        Kurt Schneider

 

DAS VOLK vom 25.April 1970

 

neue Bad Langensalzaer Zeitung vom 29. August 1962

 

DER FREIE BAUER vom 12. August 1951

 

zuletzt aktualisiert am Sunday, 14. November 2010