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Aschara welches ein Ortsteil von Bad Langensalza ist und im vergangenen Jahr sein 1225 jähriges bestehen feierte möchte sich hier präsentieren.
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Die Geschichte von Aschara wird lebendig

von Jörg am 27.04.2011, 12:36
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Volkmar Winter bringt die Spruchverzierungen an. Auf dem Schulwagen werden Bänke stehen, wie sie früher in den Bildungseinrichtungen zu finden waren. Diese haben sich die Anwohner der Neuen Straße von der Alttechnik-Ausstellung in Wiegleben ausgeliehen. Foto: Sabine Spitzer

Hinter manch verschlossener Tür wird in Aschara gewerkelt. Nicht einmal Karl- Heinz Bodenstein kennt jedes Geheimnis, das sich erst beim Festumzug zum 1225- jährigen Ortsjubiläum offenbaren soll.
Die Anwohner der Neuen Straße müssen die Schulbank drücken. Sie stellen auf einen der zahlreichen Wagen, die am 15. Mai durch den Ort rollen sollen, die alte Schule in der einstigen Bahnhofstraße dar. Auch für den Schmiedewagen, auf dem die alte Handwerkskunst lebendig werden wird, sind sie zuständig. Der wird jeden Dienstagabend bearbeitet. Schon seit Wochen. Im Geheimen. Wie auch an vielen anderen Stellen in Aschara. Nur Karl-Heinz Bodenstein, der für die Koordination des Umzugs zuständig ist, darf den Wagenbauern über die Schulter schauen.

Doch selbst er kennt nicht jedes Geheimnis. "Ich will auch nicht alles wissen", so der 72-Jährige. Was Karl-Heinz Bodenstein aber weiß: Am 15. Mai werden sich mehr als 300 Menschen beim Festumzug durch Aschara schlängeln. "Über die Hälfte der Bevölkerung ist auf den Beinen", freut sich Bodenstein über das Engagement und die Kreativität. In mehr als 30 Bildern lebt die Geschichte des Ortes wieder auf. Den Anfang machen natürlich die Mönche, auf welche die Ersterwähnung im Jahr 786 zurückgeht. Die Ordensleute des Klosters Hersfeld hatten damals ein Güterverzeichnis aufgestellt, in dem der Ort benannt wurde. Auch die Kirche bekommt einen eigenen Umzugswagen. "Die wenigsten wissen, dass die Ascharaer Glocke mit mehr als 1000 Jahren zu den ältesten in Thüringen zählt", berichtet Bodenstein.
Das Original ist heute allerdings im Glockenmuseum in Apolda zu finden. In der Unstrut- Hainich-Gemeinde läutet jetzt eine Nachbildung. Neben Bauernkrieg und Mittelalter sind auch die Besatzung der Amerikaner und der Russen Stationen, die der Umzug zeigt. Weiterhin wird auf einem der Wagen die Zeit präsentiert, in der die Umsiedler ins Dorf kamen. "Wir haben versucht, dafür Nachkommen zu gewinnen, denn es soll ein lebendiger Umzug werden", erklärt Bodenstein. Und auch der ehemaligen Molkerei soll ein Denkmal gesetzt werden. "Früher wurde hier ein Camembert hergestellt, der geschmacklich einzigartig war", blickt der Umzugskoordinator zurück. Um 13.30 Uhr werden sich die Beteiligten am 15. Mai im Gewerbegebiet sammeln. Gut eine Stunde ist für den Umzug eingeplant, der alle Geheimnisse lüften wird. Danach soll auf der Wiese gefeiert werden, wo auch das Festzelt aufgebaut ist.

Sabine Spitzer / 28.04.11 / TA

 

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Jörg ist hier Mitglied seit 21.02.2008, 16:00. Er/Sie hat 18 News und insgesamt 83 Beiträge im Forenbereich geschrieben.

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